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Söder: Es ist ein Privileg, glauben zu können

Wie sein Glaube seine Politik und sein persönliches Leben beeinflusst, darüber sprach Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im neuen Podcast des Journalisten Ulrich Wickert. Außerdem erklärte er, warum er Martin Luther so beeindruckend findet.
Von PRO
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU)

Foto: pro/Swanhild Zacharias

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stellte sich den Fragen von Journalist Ulrich Wickert (Archivbild)

„Ich habe es bis heute als Privileg empfunden, dass ich glauben kann“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Podcast „Wickert trifft.“ im Gespräch mit dem Journalisten Ulrich Wickert. Sein persönliches Lebensmotto sei: „Vertrau’ auf Gott, er wird dich leiten.“ Auch in der Politik spiele die christliche Haltung für ihn eine Rolle. „Christsein für einen Politiker bedeutet, dass er Respekt vor dem anderen hat. Dass er den anderen wertschätzt wie sich selbst und den Menschen und seine Probleme in den Mittelpunkt rückt“, sagte Söder. Als Beispiel nannte er die Sozialpolitik in Bayern und das Pflegegeld, das er eingeführt habe. In einem bewegenden Brief habe eine Frau, die für ihren demenzkranken Mann den Zuschuss erhalten habe, einmal berichtet, wie sie mit ihm noch einmal eine letzte Reise an die Nordsee machen konnte – an einen Ort, an den er sich durch die Reise wieder erinnern konnte. „Bei aller großen Politik merkt man an kleinen Ereignissen, dass man etwas bewegen kann“, sagte Söder.

Christsein bedeute für ihn auch, Hoffnung zu haben. „Ein Leben ohne Hoffnung ist für mich schwierig“, findet der Politiker.

„Ohne Luther hätte es die Kirche wie heute nicht gegeben“

Er gestand außerdem ein, bei der Kruzifixentscheidung in der Vergangenheit Fehler gemacht zu haben. Der Ministerpräsident hatte im Jahr 2018 verordnet, dass in jeder Behörde der bayerischen Staatsverwaltung ein Kreuz im Eingangsbereich hängen soll. Das hatte zu einer umfassenden Debatte geführt. „Manches würde ich heute sicherlich anders machen“, sagte Söder. Er habe damals kurz vor der Wahl gestanden und es sei „sicher nicht alles optimal“ gelaufen. Doch seine Entscheidung sei aus dem Grundgedanken entsprungen, dass der christliche Glaube „Teil eines Wertebewusstseins“ ist und in Bayern häufig immer noch zur Alltagskultur gehöre.

Jesus Christus ist für Söder „die spannendste Figur in der Geschichte“. Doch auch Martin Luther findet er beeindruckend. „Ich glaube, ohne das Wirken Luthers hätte es die Kirche, wie wir sie heute haben, nicht mehr gegeben. Luther hat dazu beigetragen, dass sich jeder auf sich besinnt. Die Aufrichtigkeit des Geistes und die Fähigkeit, Glaube und Rationalität besser zusammen zu bringen, haben eine große Rolle gespielt. Mit seiner Übersetzung der Bibel hat er dafür gesorgt, dass die Kirche zur Volkskirche wurde. Auch wenn Luther „Fehler gemacht und Sachen gesagt hat, die wir heute zu Recht hinterfragen“.

Im Podcast „Wickert trifft.“ interviewt der Journalist Politiker, Künstler und Autoren. Markus Söder war Gast der ersten Folge. Der Podcast findet sich bei allen gängigen Anbietern wie Spotify, Deezer, Apple Podcasts oder Google Podcasts.

Von: Swanhild Zacharias

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