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Slapstick in Bethlehem

Die italienische Komödie „Once upon a time in Bethlehem“ nimmt die Weihnachtsgeschichte aufs Korn. Witzig ist sie dabei allenfalls für Kinder. Der Slapstick-Humor bleibt flach, ebenso wie die Botschaft. Eine Filmkritik von Jörn Schumacher
Von Jörn Schumacher
In der italienischen Komödie „Once upon a time in Bethlehem“ stolpern zwei Männer durch das Bethelehem zur Zeit der Geburt Jesu

Foto: Der Filmverleih GmbH

In der italienischen Komödie „Once upon a time in Bethlehem“ stolpern zwei Männer durch das Bethelehem zur Zeit der Geburt Jesu

Salvo ist ein Dieb, seine Spezialität sind sakrale Kunstwerke. Der Atheist kauft sich von der Hehlerware schöne Dinge, etwa einen großen Fernseher. Sein Antagonist ist Pater Valentino, der sich und die Gemeinde eigentlich auf das bevorstehende Weihnachtsfest einstimmen will. Doch sie geraten beide in einen Zeitstrudel und landen im Jahr Null in Judäa. Sie gehen – aus welchen Gründen auch immer – davon aus, dass Maria ein Wunder tun und sie wieder zurück in die Zukunft bringen kann.

Die beiden machen sich also auf die Suche nach dem „heiligen Paar“ Maria und Joseph und treffen dabei allerlei biblische Figuren, und auch immer wieder auf schwangere Frauen. Die stellen sich dann aber als die falschen Marias heraus. Der Humor spielt damit, dass ja nun ein Priester im jüdischen Israel herumläuft und zu einem Mann betet, der noch gar nicht geboren wurde.

Die Komödie leidet unter dem erzwungenen Overacting der Hauptdarsteller, von denen der eine wie ein neuer Roberto Benigni auftritt, der andere als strenggläubiger Katholik immer mal wieder entsetzt sein darf angesichts des unfrommen Treibens um ihn herum. Der Slapstick kommt wie eine Comic-Verfilmung à la „Asterix“ daher, jedoch mit noch oberflächlicherem Humor; eine Mischung aus Bud Spencer und Terrence Hill-Filmen und „Dumm und dümmer“, es wird viel mit den Armen gewedelt, die Augen aufgerissen und gerufen statt gesprochen.

Dabei ist das Setting erstaunlich aufwendig, die Kulissen und Kostüme wirken wie aus einer teuren Bibelproduktion. Den ganzen Film über dudelt eine Mischung aus klassischer und „lustiger“ Marschmusik. Ein Beispiel für das Humorlevel: Die beiden Protagonisten waschen sich das Gesicht in Bottichen, in denen sich zuvor zwei Jungs ihre Füße gewaschen haben. Und sie merken es nicht. Ein Film für Kinder, allerdings nur, wenn die Eltern locker mit einer Verballhornung der Weihnachtsgeschichte klarkommen.

Von: Jörn Schumacher

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