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Silicon Valley: Verrückte Ideen und Scheitern gewünscht

„Keine Angst vor verrückten Ideen“ – durch dieses und andere Credos herrscht im Silicon Valley ein Innovationsklima. Beim Evangelischen Medienkongress in München hat Technologie- und Trendforscher Mario Herger erklärt, wie man sich auf diesen Erfindergeist einlässt.
Von PRO
Mario Herger ist Autor und Technologie- und Trendforscher und im Silicon Valley aktiv

Foto: pro/Martina Blatt

Mario Herger ist Autor und Technologie- und Trendforscher und im Silicon Valley aktiv

Seit 17 Jahren lebt Mario Herger im Silicon Valley, dem führenden Standort für die Entwicklung digitaler Technologien. Der Autor war lange bei SAP, unter anderem als Entwicklungsleiter und Innovationsstratege. Heute berät der Technologie- und Trendforscher Unternehmen, wie sie den innovativen Geist aus Palo Alto, einer der Städte in dieser Region südlich von San Francisco, auf ihre Organisation übertragen können. Beim Evangelischen Medienkongress in München ermutige er am Mittwoch unter dem Motto „Das Silicon-Valley-Mindset: Wie kleine Verhaltensweisen Großes bewirken können“ das Publikum, keine Angst vorm Scheitern zu haben.

Fehlschläge seien im Silicon Valley erlaubt – weil daraus Gutes entstehen könne. Herger beschrieb einen Weg, um „erfolgreich“ zu scheitern: Erstens: Es sollte schnell gehen. Zweitens: Es sollte möglichst wenig kosten. Drittens: Ich muss aus dem Scheitern etwas lernen.

„Frage nicht um Erlaubnis, sondern bitte um Vergebung“

In dem Entwicklungsstandort in Kalifornien gehe es darum, viele Ideen auszuprobieren. Wenn sie nicht funktionierten, werden sie verworfen. Aber durch solch ein Vorgehen, komme man an die guten Ideen heran. Soll man einer Idee nachgehen oder nicht? Herger gab die Antwort: „Frage nicht um Erlaubnis, sondern bitte um Vergebung.“

Im Klima von Innovationen gehe es auch nicht darum, seinen Status zu wahren, und die Sorge, bloß keine verrückten Ideen zu haben. Es sei vielmehr wichtig, zusammenzukommen und offen zu sein für neue Einfälle – egal ob die von einem Studenten oder Professoren kommen. Dieses Gesamtklima fördere den Entwicklungsgeist. Herger sagte, er gebe jedem die Möglichkeit, ihm eine Viertelstunde seine Idee vorzustellen. Im schlechtesten Fall habe Herger mit jemandem kurz Zeit verbracht und einen Kaffee getrunken. Im besten Fall sei er dabei, „wie eine Milliarden-Dollar-Idee entwickelt wird“.

Herger forderte die Zuhörer im Publikum auf, ihr Mission-Statement zu formulieren. Dafür sollten sie die Fragen beantworten: Was ist meine Mission im Leben? Was trage ich dazu bei, damit die Welt besser wird? Ein gutes Mission-Statement gelte jahrelang.

Von: Martina Blatt

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