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Schwule Ampelmännchen auch für München

In München sollen im Juli homosexuelle Ampelmännchen Fußgängern den Weg weisen. Die Stadt investiert dafür rund 10.000 Euro.
Von PRO
Die klassischen Ampelmännchen werden in Wien nun an einigen Fußgängerübergängen durch homosexuelle und heterosexuelle Pärchen ersetzt

Foto: Kryp / Wikipedia

Die klassischen Ampelmännchen werden in Wien nun an einigen Fußgängerübergängen durch homosexuelle und heterosexuelle Pärchen ersetzt
Die Stadt München will die speziellen Scheiben, die auf die Fußgängerampeln geklebt werden, erstmals zum „Christopher Street Day“ am 11. Juli einsetzen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Der Kreisverwaltungsausschuss hat dies gegen die Stimmen der CDU-Fraktion beschlossen, hieß es am Dienstag. An welchen Kreuzungen und für wie lange die besonderen Ampeln, die schwule und lesbische Paare zeigen, eingesetzt werden, ist noch nicht entschieden. SPD-Stadtrat Christian Vorländer wertet die Aktion als ein wichtiges Signal „gegen Homophobie und für ein buntes und vielfältiges Miteinander“. Die Idee zu der Aktion, für die München rund 10.000 Euro investiert, kam von den Grünen im Stadtrat.

Vorbild Wien

Vergangene Woche hatte bereits die Stadt Wien angekündigt, gleichgeschlechtliche Paare als Ampelfiguren verwenden zu wollen. Die österreichische Hauptstadt will mit den neuen Ampelfiguren für mehr Toleranz und Weltoffenheit werben und erhofft sich außerdem mehr Sicherheit für Fußgänger. Die Stadtverwaltung gehe davon aus, dass die neuen Ampel-Pärchen für mehr Aufmerksamkeit sorgen werden als das klassische Ampelmännchen, berichtet der Wiener Kurier. Deshalb werde das Projekt auch wissenschaftlich begleitet. Die Ampel-Pärchen sollen in drei verschieden Ausführungen zu sehen sein: Als Mann und Frau, als zwei Frauen und als zwei Männer mit jeweils einem Herzchen in der Mitte. Das Projekt läuft zunächst bis Ende Juni. Der Beginn des Projekts ist günstig gewählt: In den kommenden Wochen werden mehrere Großveranstaltungen in Wien stattfinden, darunter der Eurovision Song Contest, der Life Ball, Europas größte Benefizveranstaltung zugunsten Aidskranker und HIV-Positiver, und die Regenbogenparade, die wichtigste Veranstaltung der Lesben-, Schwulen- und Transgender-Bewegung in Österreich. Die Opposition ist empört über die neuen Ampel-Figuren, die die rot-grüne Regierung Wiens durchgesetzt hatte. Die konservative ÖVP habe das Projekt als „teuren Geniestreich“ bezeichnet, die rechtsnationale FPÖ habe von „rot-grünem-Genderwahnsinn“ gesprochen, berichtet die Frankfurter Rundschau. Von Seiten der ÖVP hieß es, Wien solle sich lieber um die 150.000 Arbeitslosen in der Stadt kümmern. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen/detailansicht/aktuell/hart-aber-fair-von-ampelfrauchen-und-kniegelenken-91268/
https://www.pro-medienmagazin.de/politik/detailansicht/aktuell/erstmals-schwulen-und-lesben-vertreter-im-zdf-fernsehrat-91577/
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/detailansicht/aktuell/usa-presbyterianische-kirche-erlaubt-homo-ehe-91439/
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