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Schon GEZahlt?

Die Reform der Rundfunkgebühren erhitzt derzeit die Gemüter. Die Neuregelung sieht eine pauschale Gebühr pro Haushalt, und nicht mehr pro Gerät vor. Über Sinn und Unsinn der Abgabe wird heftig diskutiert. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel meldet sich zu Wort. Einen ausführlichen Bericht zum Thema GEZ-Gebühren lesen Sie in der kommenden Ausgabe des Christlichen Medienmagazins pro.
Von PRO

Foto: pro

Die Bundeskanzlerin fordert ARD und ZDF auf, mit ihren Ausgaben "Maß zu halten". Berechtigte Kritik an Aspekten der Gebühr sollten sie ernst nehmen und entkräften, sagte Merkel der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es sei die Pflicht der Sender, mit den Geldern verantwortungsvoll umzugehen. Die Reform an sich verteidigte die Kanzlerin, auch weil sich die Mediennutzung stark verändert habe.

Einer der stärksten Kritiker ist der Autor Hans-Peter Siebenhaar. In seinem neuen Buch "Die Nimmersatten" beklagt er die Verschwendung der Gelder. Seine Hauptkritik ist ein Wirtschaften nach Gutsherrenart und die mangelnde Transparenz der Öffentlich-Rechtlichen. Die "Bild"-Zeitung hat unterdessen im Dezember eine Kampagne gegen die Reform gestartet – und trifft damit den Nerv vieler Bürger. Als "Abzocke" wird das Modell beschrieben, gegen das die Zeitung eine Wut-Welle initiieren möchte.

"Aufgezwungenes Bezahlfernsehen"

Die Medienexpertin der nordrhein-westfälischen CDU, Andrea Verpoorten, sieht das System gar "außer Kontrolle geraten". Sie fordert einen größeren Einfluss der Politik auf die Verwendung der Gelder. Der Komiker Oliver Kalkofe zieht die Zwangsabgabe im Interview mit "Focus Online" durch den Kakao: "So wie es jetzt ist, verkommen die Öffentlich-Rechtlichen zu einem aufgezwungenen Pay-TV-Kanal."

Die Gerichte rechnen mit einer Klagewelle: Auf Vereine, Verbände, Firmen, Landkreise und Kommunen kommen mit dem neuen Modell deutlich höhere Ausgaben zu. Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor schränkt ein, dass die Sender höhere Einnahmen nicht für sich behalten dürften. Gar nicht gefallen dürfte ihm der Vorschlag des früheren Chefs der Monopolkommission der Bundesregierung, Justus Haucap. Der Düsseldorfer Ökonomie-Professor fordert die Abschaffung der GEZ. Sie sei ein "Beispiel für die ökonomische Theorie der Bürokratie, nach der staatliche Institutionen zum Selbstzweck werden". (pro)

Einen ausführlichen Beitrag zu dem Thema lesen Sie in der Ausgabe 01/2013 des Christlichen Medienmagazins pro, das Sie Mitte Februar unter der Telefonnummer 06441/915-151 kostenlos bestellen können.

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