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Samuel Koch spielt Hauptrolle als Gelähmter

Die Geschichte hat etwas vom Kinoschlager „Ziemlich beste Freunde“: Der ZDF-Film „Draußen in meinem Kopf“, der am heutigen Mittwochabend läuft, handelt von einem querschnittsgelähmten jungen Mann, der bald sterben muss und mit seiner Situation hadert. Die Hauptrolle spielt der selbst gelähmte Samuel Koch.
Von PRO
Samuel Koch (links) feiert in dem Film „Draußen in meinem Kopf“ sein Langfilm-Debüt

Foto: ZDF/Screenshot pro

Samuel Koch (links) feiert in dem Film „Draußen in meinem Kopf“ sein Langfilm-Debüt

Die Hauptrolle in dem Film „Draußen in meinem Kopf“ ist das Langfilm-Debüt des Schauspielers Samuel Koch. Das ZDF zeigt den Film am Mittwoch um 23.15 Uhr in der Reihe „Shooting Stars – Junges Kino im Zweiten“. Die Hauptfigur Sven, gespielt von Samuel Koch, ist vom Hals abwärts gelähmt.

Zudem leidet er an fortschreitendem Muskelschwund und hat nur noch wenige Tage zu leben. Er ist in einem Pflegeheim untergebracht. Da er auf Hilfe angewiesen ist, soll sich Christoph (Nils Hohenhövel) um ihn kümmern. Dabei trifft der Enthusiast Christoph auf den Griesgram Sven. Dieser findet deutliche Worte: „Wenn ich gesund wäre, würde ich dich einen Scheißdreck interessieren.“

Aus Abneigung wird echte Freundschaft

Sein bevorstehender Tod macht ihn zu einem Zyniker, der aber auch einen feinen Humor hat. Dieser passt nicht so recht in Christophs Lebenswelt. Trotzdem finden beide im Laufe der 90 Minuten einen gemeinsamen Nenner, genießen das Leben auf ihre Weise und es entsteht eine echte Freundschaft, obwohl es vor allem Christoph mit Sven nicht leicht hat. Der hört meistens Bach-Kantaten, die sich mit der Todessehnsucht beschäftigen.

Svens ganzes Leben spielt sich nur noch in seinem Kopf ab. Samuel Koch, selbst seit einem Unfall bei „Wetten, dass …?“ querschnittsgelähmt, agiert nur mit seinen Blicken und seiner Sprache. In der Rolle des Sven provoziert er Christoph mit seinem Zynismus. Das medizinische Personal rät Christoph, „sich aber nicht von Sven ins Bockshorn jagen lassen“.

Die Distanz zwischen beiden bröckelt – bis zu einer spürbaren Nähe. Beide begegnen sich bald auf Augenhöhe. Am Schluss verlassen beide dann das Zimmer. Wohin, das lässt der Film offen. Koch hat bis 2014 an der Schauspielschule Hannover studiert. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist er festes Ensemblemitglied des Nationaltheaters Mannheim. Das ZDF zeigt den Film am 24. Juli 2019 um 23.15 Uhr. In der ZDFmediathek ist er noch bis 5. August 2019 abrufbar. Die Regie des Filmes führte Eibe Maleen Krebs, die mit Andreas Keck auch das Drehbuch geschrieben hat.

Von: Johannes Blöcher-Weil

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