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Salafistenprediger Lau verhaftet

Der Salafistenprediger Sven Lau ist am Dienstagmorgen verhaftet worden. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt ihn, kampfbereite Salafisten nach Syrien zu schleusen und die IS-nahe Terrororganisation „Jamwa“ materiell zu unterstützen.
Von PRO
Salafistenprediger Sven Lau wird verdächtigt, eine Terrormiliz in Syrien finanziell und personell zu unterstützen

Foto: Screenshot WDR

Salafistenprediger Sven Lau wird verdächtigt, eine Terrormiliz in Syrien finanziell und personell zu unterstützen
Die Polizei hat den durch die „Scharia-Polizei“ von Wuppertal bekannt gewordenen Salafistenprediger Sven Lau alias Abu Adam am Dienstagmorgen in Mönchengladbach verhaftet. Er steht laut Spiegel Online im dringenden Verdacht, die dem Islamischen Staat nahestehende Terrororganisation „Jamwa“ in Syrien unterstützt zu haben. Konkret werden ihm vier Fälle vorgeworfen: Lau reiste persönlich nach Syrien, um „Jamwa“ eine Geldspende zu überbringen. In Deutschland soll er Islamisten im Ruhrgebiet angeworben, radikalisiert und nach Syrien vermittelt haben. Der Verfassungsschutz hatte beobachtet, wie auffallend viele Menschen aus Laus Umfeld nach Syrien verschwanden, bisher konnte ihm aber nichts nachgewiesen werden. Vorgeworfen wird ihm auch der Kauf von Nachtsichtgeräten im Wert von 1.440 Euro über eine Kontaktperson und deren Überbringen nach Syrien.

Bis zu zehn Jahre Haft möglich

Bisher hatte sich die von Lau organisierte „Scharia-Polizei“ einem Verfahren entziehen können. Sie war im vergangenen Jahr mehrfach mit orangefarbenen Warnwesten mit der Aufschrift „Sharia Police“ durch Wuppertal patroulliert, um nicht Scharia-konforme Handlungen wie Prostitution und Glücksspiel zu bestrafen. Das Gericht konnte damals keine einschüchternde oder militante Wirkung der Aktion nachweisen. Lau leitete in Mönchengladbach eine Moschee sowie den fundamentalistischen Verein „Einladung zum Paradies“. Er ist neben Pierre Vogel eine der prominenteren Persönlichkeiten der wachsenden salafistischen Szene in Deutschland. Der ehemalige Feuerwehrmann und Vater von fünf Kindern war unter anderem auch für das Koran-Verteiler-Netzwerk „Lies!“ aktiv. Sollte sich der Verdacht der Terror-Helferschaft erhärten, muss Lau mit einer Haftstrafe von bis zu zehn Jahren rechnen. (pro)
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