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Salafismus a.D.

Er gehörte zum engsten Kreis der deutschen Salafistenszene. Doch für Dominic Musa Schmitz ist jetzt Schluss. Er ist ausgestiegen und berichtet über die Erlebnisse und die Radikalität seiner „Brüder“ in dem Buch „Ich war ein Salafist“, das am 12. Februar im Econ-Verlag erscheint.
Von PRO
Pierre Vogel gehört zu den Anführern der Salafistenszene und prägte auch Dominic Musa Schmitz in seinen Aktitiväten. Der Aussteiger berichtet in seinem neuen Buch „Ich war ein Salafist” davon.
Pierre Vogel gehört zu den Anführern der Salafistenszene und prägte auch Dominic Musa Schmitz in seinen Aktitiväten. Der Aussteiger berichtet in seinem neuen Buch „Ich war ein Salafist” davon.
Die Salafisten Sven Lau und Pierre Vogel zählten zu seinen Freunden. Dominic Schmitz war fest in der Salafistenszene verwurzelt. Doch das ist Geschichte. Gemeinsam mit Focus-Redakteur Axel Spilcker hat er das Buch „Ich war ein Salafist“ geschrieben, in dem er auch über die Motive seines Ausstiegs berichtet. 2004 besteht das Leben von Dominic Schmitz aus Perspektivlosigkeit: Kiffen, Saufen, Mädchen und Rap bestimmen den Alltag. Bis ihn sein Freund Rachid mit in die Moschee nimmt. Dort hören ihm Menschen zu und verbringen Zeit mit ihm und vermitteln ihm die Ideen des muslimischen Glaubens. Nach ein paar Monaten konvertiert Schmitz zum Islam. Seine Eltern tolerieren das. Ihr Sohn macht eine Verwandlung durch. Rauchen, Musik und Party sind für ihn ab jetzt tabu. Der Prophet, Allah und dessen Gebote haben oberste Priorität. Schmitz radikalisiert sich und seine Botschaften. Er erlebt, wie selbst enge Freunde in den Krieg ziehen.

„Ungläubiger Hund“

Von Sven Lau ist er direkt nach seiner ersten Begegnung mit ihm fasziniert. Er unterstützt einen der radikalen Köpfe bei seinen Vorhaben: sei es die Missionierungsarbeit im Internet oder die sonstige Verbreitung salafistischer Ideologien. Auch von Schmitz existiert ein Video, „Musa konvertiert zum Islam“ heißt es. „Doch je kompromissloser sein Umfeld wird, desto mehr hinterfragt Schmitz das Reglement“, schreibt der Focus in seiner aktuellen Ausgabe. Mit der Zeit widersetzt er sich den Dogmen. Nach sechs Jahren steigt er aus. Weil er sich von den radikalen Lehren seiner Glaubensbrüder abgewandt hat, gilt er als „ungläubiger Hund“ und muss um sein Leben fürchten. Auf seinem YouTube-Kanal „MusaAlmani“ betreibt er Aufklärungsarbeit. Er zeigt, wie das Netzwerk funktioniert und warum der radikale Islam für junge Menschen so verlockend ist. Das Buch des Aussteigers erscheint am 12. Februar bei Econ und kostet 18 Euro. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen/detailansicht/aktuell/ein-vater-bricht-sein-schweigen-92378/
https://www.pro-medienmagazin.de/journalismus/detailansicht/aktuell/das-feld-nicht-den-rattenfaengern-ueberlassen-90774/
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