Das christliche Medienmagazin

Rice-Roman soll verfilmt werden

Bekannt wurde die gläubige amerikanische Schriftstellerin Anne Rice durch die Verfilmung ihres Romans „Interview with the Vampir“. Seit 2003 arbeitete sie an einer neuen Serie über das Leben Jesu Christi. Der erste Band „Christ the Lord: Out of Egypt“ soll jetzt verfilmt werden.
Von PRO

Foto: annerice.com/Wikipedia

Den Roman hatte Rice nach ihrer Rückkehr zur katholischen Kirche verfasst. Darin geht es um den siebenjährigen Jesus und seine Probleme damit, Gottes Sohn zu sein: „Ich wollte Jesus nicht durch einen weiteren Roman abschwächen. Ich wollte ihn so darstellen, wie wir an ihn glauben, als Sohn Gottes, als Auferstandenen und als Menschen, der in einer komplexen und turbulenten Welt gelebt hat“, sagte sie der Christian Post.

Geplanter Erscheinungstermin des Films „Christ the Lord“ ist im März 2015. Regie soll Cyrus Nowrasteh führen. Er war auch an dem Film „The Path to 9/11 – Wege des Terrors“ beteiligt. Rice betonte gegenüber der Christian Post, dass Nowrasteh bereits sehr sensibel mit dem biblischen Stoff umgehe: „Ich hoffe, dass wir Christen mit dem Film begeistern können. Jesus wird dabei theologisch sorgfältig, aber in neuen fiktionalen Situationen dargestellt.“

Bewegtes Glaubensleben

Die katholisch erzogene Rice hat ein bewegtes Glaubensleben. Nach ihrer Abkehr vom kirchlichen Glauben bekannte sie sich zunächst zum Atheismus. Den Tod ihrer Tochter, die im Alter von sechs Jahren an Leukämie starb, hat sie in einigen Romanen aufgearbeitet. Obwohl sie den Gipfel von Wohlstand und Erfolg erreicht habe, habe sie sich unzufrieden gefühlt. 2005 kehrte sie dann zum katholischen Glauben zurück. Seitdem wollte sie auch nicht mehr über Vampire und Hexen schreiben, sondern sich christlichen Themen widmen.

Ende Juli 2010 machte sie ihre erneute Abkehr vom christlichen Glauben öffentlich. Sie begründete dies damit, dass sie gegenüber anderen Christen immer Außenseiter geblieben sei. Sie warf ihnen unter anderem Feindseligkeit gegenüber Homosexuellen, Frauen, künstlicher Geburtenkontrolle, der Wissenschaft und dem Leben vor. Dabei beharrte Rice darauf, dass sie sich Jesus Christus weiterhin verpflichtet fühlt: „Ich lese viel in der Bibel und studiere Gottes Wort mit großer Freude, aber ich gehe nicht mehr in die Kirche einer organisierten Religion.“

In ihrer 2008 erschienenen Autobiographie „Called Out of Darkness – A Spiritual Confession“ (Aus der Dunkelheit berufen – Ein spirituelles Bekenntnis) hatte sie noch begründet, warum sie nach so langer Zeit wieder in den Schoß der Kirche zurückgekehrt sei: „Ich werde ihn nie wieder verlassen, unabhängig von den Skandalen und Streitereien seiner Kirche auf der Erde, und ich werde seine Kirche auch niemals wieder verlassen“, schreibt sie. Ihre Vampir-Bücher bezeichnet sie als Ausdruck der Suche nach Gott. (pro)

Das Christliche Medienmagazin pro hat Anne Rice in Ausgabe 1/2009 portraitiert.

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