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Reporter trifft auf tanzende Gottesdienstbesucher

Glaube kann auch frisch sein, Kirchen müssen nicht aus alten Steinmauern sein, und Gottesdienste können mitreißen. Diese Erfahrung machten gleich zwei Reporter zweier deutscher Tageszeitungen.
Von PRO

Foto: daniel_dimarco (flickr)

“Taufen im Rhein, Bier bei der Messe.” So leitet der Reporter des “Kölner Stadtanzeigers” seinen Bericht ein, nachdem er die christliche Gemeinde der “Jesus Freaks” in einem Kölner Hinterhof besucht hat. Für die Rubrik “Junge Zeiten”, die jeden Donnerstag im “Stadtanzeiger” erscheint, schrieb Esra Gürsel seine Eindrücke auf.

In Köln treffen sich jeden Sonntagabend rund 30 Gläubige, “die sich Gott auf unkonventionelle Art annähern”, so das Blatt. “Manche Zuhörer tanzen, andere singen begeistert mit.” Ihre “Kirche” ist eine Halle mit Orientteppichen, bunt gemischten Couchs und einem Kickertisch. “Auch im Erscheinungsbild unterscheiden sich die Anhänger dieser freikirchlichen Bewegung von anderen religiösen Gruppen”, stellt Gürsel fest. Es gebe  Studenten mit Piercings ebenso wie ältere Menschen.

Eine 22-jährige Studentin namens Tine erzählt dem Reporter: “Ich habe eine tiefe Liebe zu Jesus gefunden, die auch meinen Alltag prägt. Ich rede mit ihm wie in einer normalen Beziehung.” Jesus sei das Vorbild und Mittelpunkt der Jesus-Freaks, so die Zeitung. “Ihr Ziel ist es, so zu leben, wie es Jesus vorgelebt hat. Dazu gehöre auch, jeden so in der Gemeinde aufzunehmen, wie er ist. Jeder, der will, könne bei den “Freaks” predigen.

Deutschlandweit gibt es rund 2.000 Mitglieder. Die Bewegung wurde von Martin Dreyer, dem Autor der “Volxbibel”, in den 90er Jahren in Hamburg ins Leben gerufen. Der “Stadtanzeiger” befragte auch Gemeindepfarrerin Bettina Kurbjeweit zu den Freaks, und die sagt, deren Taufe halte sie für “theologisch schwierig”. “Sicherlich finden junge Menschen diese Form der Religionsausübung attraktiv. Die Tradition der Kirche wird hingegen als langweilig empfunden.”

“Diese Menschen sind authentisch”

Für die “Bild”-Zeitung berichtet eine 15-Jährige seit einer Woche aus Neuseeland. In Nelson, einem Ort auf der Südinsel, wird sie die nächsten acht Monate bei einer Gastfamilie leben. In ihrem zweiten Teil, der am heutigen Donnerstag bei “bild.de” erschien, berichtet sie begeistert von einem Besuch in einem Gottesdienst. “Ich bin selten sprachlos”, beginnt sie ihren Bericht. “Aber als ich am zweiten Tag nach meiner Ankunft in Neuseeland mit meinen Gasteltern in den Sonntagsgottesdienst ging, konnte ich kaum glauben, was mit mir passierte. Das erste Lied wird angestimmt und der Raum füllt sich mit  Energie. Unglaublich!”

Die Teenagerin schreibt von den Gottesdienstbesuchern, die “alle unglaublich freundlich” sind und “so glücklich” wirken. “Zu Beginn des Gottesdienstes wird gesungen. Spaßige und lustige Musik, nicht so melancholisch, wie ich es aus der Kirche in Deutschland kenne.” Die Musik findet sie “unglaublich schön und mitreißend”. Sie staunt, dass die Gläubigen fröhlich in die Hände klatschen und tanzen. Ein weiterer Unterschied zum typischen Bild der Kirchen hierzulande: “Statt beim Beten die Hände zu verschränken (was fast wie eine Schutzhaltung aussieht), breiten die Neuseeländer ihre Arme aus und heben sie in die Luft, als wollten sie Gott ganz in sich auffangen”, schreibt die Schülerin. “Selbst die ach so coolen Jungs stehen mit Tränen in den Augen da!” Abschließend stellt die Teenagerin fest: “Diese Menschen sind authentisch und sie selbst, und ich glaube, genau das macht dieses Gefühl aus, das ich hier erlebe.” (pro)

http://www.ksta.de/html/artikel/1315910862868.shtml
http://www.bild.de/reise/traumreisen/neuseeland/maxime-in-neuseeland-teil-2-19913676.bild.html
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