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Relikte der Reformation

Eine niederländische Webseite informiert umfassend über die Reformation. Eine virtuelle Ausstellung zeigt jetzt den Einfluss der Reformation auf die Kunst.
Von PRO
ArtRefo fördert Wissen über Kunst und Musik aus der Reformationszeit. Im Hintergrund der „Torgauer Altar“ von Lucas Cranach

Foto: Refo500

ArtRefo fördert Wissen über Kunst und Musik aus der Reformationszeit. Im Hintergrund der „Torgauer Altar“ von Lucas Cranach
Die Webseite Refo500 informiert im Internet über Hintergründe und Auswirkungen der Reformation, sowie über Ausstellungen und Aktionen, die das Thema aufarbeiten. Betreiber der Internetplattform, die in deutscher, niederländischer, englischer und japanischer Übersetzung aufgerufen werden kann, ist die niederländische Stiftung Refo500 aus Enschede. In einer eigenen Rubrik der Webseite, ArtRefo genannt, fördert die Stiftung Wissen über das Verständnis von Kunst und Musik aus der Reformationszeit. Jetzt ist dort eine virtuelle Kunstausstellung eröffnet worden, die verschiedene Kunstwerke aus dem Zeitalter der Reformation virtuell zugänglich macht. Die Online-Ausstellung unter dem Titel „Rare Reformation Relics“ (Seltene Relikte der Reformation) zeigt Bilder und Objekte aus Museumssammlungen aus ganz Europa, die den Reichtum und die Vielfalt der visuellen und materiellen Kultur der Reformationszeit dokumentieren. Dazu gehören Portraits und Karikaturen aus lutherischen und reformierten Kontexten sowie verschiedene Gegenstände, liturgische Textilien und Abendmahlsgegenstände. Die virtuelle Ausstellung macht auch Objekte und Kunstgegenstände online zugänglich, die bisher einer breiten Öffentlichkeit verborgen blieben. Nach Angaben von Refo500 wird der Einfluss der Reformation auf die Kunst allgemein tendenziell negativ bewertet, anstatt die Kreativität darin zu sehen. Der Bildersturm, die Zerstörung von heiligen Bildern als Begleiterscheinung der Reformation, beendete nach Angaben derder Stiftung eine reichhaltige mittelalterliche Tradition der visuellen Frömmigkeit. Der Protestantismus habe dann eine neue visuelle Kultur hervorgebracht, etwa in Form von gedruckten Bildern oder den Gemälden von Lucas Cranach und seinen Anhängern. Die Betreiber der Webseite haben sich zum Ziel gesetzt, Menschen dieses Erbe an Bildern und Objekten, inspiriert von der Theologie und Frömmigkeit der protestantischen Reformation und folgender Perioden, bewusst zu machen und damit zu bewahren. Anlässlich des 500. Jubiläums der Reformation möchte Refo500 einem breiten Publikum die Bedeutung der Reformation veranschaulichen. An Refo500 beteiligen sich weltweit mittlerweile mehr als 120 Partner, darunter protestantische und katholische Einrichtungen, Universitäten, Museen, Städte und Verlage. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/medien/internet/detailansicht/aktuell/luther-wuerde-heute-twittern-92135/
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/detailansicht/aktuell/martin-luther-experte-fuer-soziale-netzwerke-91822/
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