Das christliche Medienmagazin

Was wollen die Parteien? Der PROphetomat zeigt es

Schon mehr als 27.000 Mal wurde der PROphetomat aufgerufen. Sie wollen gerne wissen, was die Parteien zu Themen zu sagen haben, die Christen besonders interessieren? Machen Sie den Test!
Von Nicolai Franz
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Foto: PRO

Mit welcher Partei haben Sie die höchste Übereinstimmung?

Den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung kennt fast jeder. Das Christliche Medienmagazin PRO bietet mit dem PROphetomat eine weitere Wahlhilfe an – mit Fokus auf Themen, die Christen besonders interessieren: Wie stehen die Parteien zum Beispiel zu sozialer Gerechtigkeit, Lebensschutz, Gender oder Friedenspolitik?
18 Parteien haben auf unsere Thesen geantwortet*. Und was ist mit Ihnen? Klicken Sie sich durch den PROphetomaten – und finden Sie heraus, mit welchen Parteien Sie die höchste Übereinstimmung haben.

Häufige Fragen zum PROphetomat

Wozu gibt es den PROphetomaten?
Der PROphetomat ist keine Wahlempfehlung. Er dient nur zur Information darüber, welche Partei welche Position vertritt.

Reicht der Wahl-O-Mat oder der Sozial-O-mat etwa nicht aus?
Der Wahl-O-Mat ist seit Jahren eine hervorragende Hilfe zur politischen Information. Der PROphetomat versteht sich nicht als Konkurrenz dazu, sondern als Ergänzung. Im Unterschied zum Wahl-O-Mat bietet der PROphetomat Informationen zu Themen, die Christen besonders interessieren.

Wie ist der PROphetomat entstanden?
Zunächst haben wir 38 Thesen aufgestellt. Sie stammen aus den Wahlprogrammen aller im Bundestag vertretenen Parteien. Dabei haben wir auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung geachtet. Diese Thesen haben wir allen Parteien vorgelegt, die zur Bundestagswahl zugelassen sind. Von 18 Parteien, darunter alle größeren, haben wir eine Antwort erhalten*.

Hätte der PROphetomat nicht früher erscheinen können?
Wir haben allen Parteien Zeit gegeben, auf unsere Thesen zu antworten. Laut eigener Aussage sind die Parteizentralen in diesem Jahr allerdings mit einer nie dagewesenen Zahl an Anfragen überschüttet worden. Wir haben daher die Frist etwas verlängert.

Wie will man darüber entscheiden, welche Themen Christen besonders interessieren?
Die passenden Themen auszuwählen, ist die größte methodische Schwierigkeit beim PROphetomaten: Natürlich vertreten nicht alle Christen dieselben politischen Positionen. Die einen sehen ihre Aufgabe vor allem in der Bewahrung der Schöpfung, Andere im Lebensschutz, wieder Andere in der Bekämpfung von Armut. Wir haben versucht, ein möglichst breites Spektrum abzudecken, ohne dabei beliebig zu werden. Dafür mussten wir natürlich Grenzen ziehen. Konkretes Beispiel: Wie die Zusatzbeiträge der Krankenkassen verteilt werden sollen und ob mehr Geld in die Sanierung von Autobahnen gesteckt werden soll, halten wir nicht zwingend für christliche Kernthemen.

Warum gibt es keine Fragen zur Coronapolitik?
Obwohl die Pandemie uns alle weiterhin beschäftigt, spielt sie in den Wahlprogrammen der Parteien fast keine Rolle.

Sollte ich die Partei wählen, mit der ich die höchste Übereinstimmung habe?
Sie sind selbstverständlich völlig frei, ob und wen Sie wählen. Neben inhaltlichen Übereinstimmungen spielen auch andere Faktoren eine Rolle: Personal, grundsätzliche ideologische Ausrichtung oder langfristige Bindungen zum Beispiel.

Welche Software wurde verwendet?
Der PROphetomat baut technisch auf dem „mahlowat“ auf, einem kostenlosen Generator für Wahlinformationen. Vielen Dank an Sven Zemanek, der den mahlowat programmiert und zur Verfügung gestellt hat!

Wie werden die Punkte berechnet?
Ihre Antworten werden mit den Antworten abgeglichen, die die Parteien uns gegeben haben. Stimmt die Antwort überein, werden der Partei zwei Punkte gutgeschrieben. Weicht die Antwort leicht ab (Zustimmung/Neutral oder Neutral/Ablehnung), wird der Partei ein Punkt gutgeschrieben. Sind die Antworten entgegengesetzt oder hat eine Partei eine Frage nicht beantwortet, gibt es keine Punkte für die Partei. Fragen, die Sie übersprungen haben, werden nicht gewertet. Entsprechend gibt es dann insgesamt weniger Punkte zu erreichen. Wenn eine Frage doppelt gewichtet wird, wird für sie die doppelte Punktzahl gutgeschrieben (0/2/4). Entsprechend gibt es insgesamt mehr Punkte zu erreichen.

Werden meine Antworten gespeichert?
Nein, Ihre Antworten werden nicht gespeichert.

Wie finanziert sich der PROphetomat?
Der PROphetomat ist ein Projekt des Christlichen Medienmagazins PRO, das sich fast ausschließlich durch Spenden finanziert. Wir freuen uns über jede Spende.

*Die SPD hatte angegeben, aus Zeitgründen nicht auf die Thesen des PROphetomat antworten zu können. Da die SPD eine große Rolle im Bundestagswahlkampf spielt, hat die PRO-Redaktion nach Rücksprache mit der Parteizentrale die Antworten auf Grundlage des Wahlprogramms selbst vorgenommen.


Idee und inhaltliche Umsetzung: Nicolai Franz, Johannes Blöcher-Weil, Anna Lutz, Norbert Schäfer, Martin Schlorke, Jonathan Steinert, Valerie Wolf
Technische Umsetzung: Christian Hellhund
Logo: Laura Schade

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31 Antworten

  1. Ein interessantes Projekt, interessante Themenauswahl, mein Ergebnis war dann doch nicht ganz unerwartet 🙂

    Ich hätte mir aber gewünscht, dass die Aussagen in positiven Formulierungen getroffen worden wären um nicht ständig doppelte Verneinungen (bzw. “Bejahung” der “Verneinung”) bemühen zu müssen, um den gewünschten (oder abgelehnten) Zustand zu benennen.

    Also nicht: “Das Tanzverbot an stillen Feiertagen sollte abgeschafft werden”
    sondern besser: “Das Tanzverbot an stillen Feiertagen sollte beibehalten werden”

    1. Noch eine weitere Ungereimtheit:
      Auf die Frage “Das Ehegattensplitting sollte beibehalten werden” antworten zwei Parteien lt. “Prophetomat” mit Ablehnung, wären für diese Frage als punktemäßig gleichrangig, – verfolgen jedoch entgegengesetzte Positionen in der Familienpolitik.
      Da wäre es besser, nach der Grundausrichtung die politische Tendenz zu bewerten.

      hier das Beispiel:

      DIE LINKE: “Die Welt des Ehegattensplittings mit einem Ernährer und einer Hausfrau mit Zuverdienst entspricht nicht mehr den aktuellen Lebensverhältnissen.”

      Alternative für Deutschland: “Die AfD will das Ehegattensplitting zu einem Familiensplitting umbauen, verbunden mit einer Anhebung des Kinderfreibetrages.”

    2. Genau das habe ich mir auch gedacht, teilweise echt tricky. Man muss sehr aufmerksam lesen.

      Danke für eure Arbeit! Richtig gut 👍.

  2. Danke! Sehr hilfreich!
    Mein Ergebnis stimmt in den ersten zwei Positionen mit dem vom Wahl-O-Mat überein. Ich werde mein Kreuz nach Inhalt und nicht nach Gesichtern oder Sympathie machen.

  3. Danke! Schön, nochmal ein paar andere Fragen zu beleuchten. Für mich stimmt mein Ergebnis im Wesentlichen ebenfalls mit dem Wahl-O-Mat und auch mit dem Klimawahlcheck überein.

  4. Leider sind einige Fragen sehr undifferenziert und die Beantwortung lässt gegensätzliche Rückschlüsse zu. Zum Beispiel “Abschaffung des Ehegattensplittings”. Die Zustimmung kann bedeuten, dass das Steuersplittung auf nichteheliche Gemeinschaften ausgedehnt wird oder dass Ehegatten getrennt wie Ledige, also voll besteuert werden sollen.
    Der Frage nach dem Zeitpunkt zum Erreichen der Klimaneutralität (2045 od. früher) muss ich zustimmen, selbst wenn er mir eindeutig zu spät ist. Somit ist diese Frage völlig falsch gestellt.
    Die christlichen Kernfragen zur Förderung von Friedensprozessen, also zu Abrüstung, Rüstungsproduktion und Rüstungskontrolle erscheinen mir ziemlich unvollständig und wenig ausgereift. Auch lässt die Beantwortung keine eindeutige Positionierung für Pazifisten und andere Friedensbewegte zu.
    Soziale Fragen bezüglich Vermögensumverteilung und Steuergerechtigkeit wurden im großen und ganzen umschifft und machen aus meiner Sicht diesen Wahl-o-mat eher tendenziös, anstatt geprägt zu sein von den neutestamentlichen Werten der materiellen Gesamtversorgung.
    Mein Appell an die Macher dieses s.g. PROphetomats: die Fragestellungen besser auf die Jahrtausende alten christlichen Werte stützen, anstatt auf die gegenwärtigen Meinungspolarisierungen (Abtreibung, sexuelle Orientierung), die aus den evangelikalen Kreisen der USA zu uns herüber schwappen und von dem eigentlichen Thema – der Ausübung von tätiger Nächstenliebe – ablenken.
    Wir dürfen nicht vergessen, dass christliche Gemeinden in ihrer langen Kulturgeschichte nie dazu aufgerufen waren, zu regieren, sondern eine Gegenbewegung darstellen, die durch ihr Glaubensleben den Regierenden ihre Grenzen aufzuzeigen hat. Das ermöglicht unsere Demokratie dadurch, dass wir durch unser Wahlverhalten nicht die scheinbar christlichen Parteien (die es faktisch nicht geben kann) wählen, sondern die undemokratischen Parteien am Regieren hindern.

    1. Lieber Herr Richter, danke für Ihren Kommentar. Zum Ehegattensplitting: Die Gründe, warum Parteien dafür oder dagegen sind, variieren natürlich. Deswegen gibt es die Anmerkungen (siehe am Ende der Auswertung), die die Parteien abgeben konnten. Klimaneutralität: Wir haben bewusst „spätestens“ und „oder früher“ angegeben, damit Positionen wie die Ihre vertreten ist. Trotzdem ist klar, dass ein solches Wahltool nur grobe Linien sichtbar machen kann.
      Zu den übrigen Thesen: Jede These findet sich in mindestens einem der Wahlprogramme der im Bundestag vertretenen Parteien wieder, wir haben keine eigenen hinzugefügt. Dabei haben wir versucht, unterschiedliche christliche Frömmigkeitsprägungen zu berücksichtigen. Die einen legen den Fokus auf Lebensschutz und Sterbehilfe, die anderen mehr auf soziale Gerechtigkeit und Friedenspolitik. Wir haben uns bewusst dazu entschieden, uns thematisch breit aufzustellen, ohne dabei beliebig zu werden.

  5. Danke Herrn Franz und seinen Mitarbeiterinnen. Ist wirklich eine sehr gute Hilfe für die Wahlentscheidung!
    Alles früh genug. Wer jetzt schon Briefwahl macht kann das alles berücksichtigen.

  6. Interessant. Die von vielen favorisierte AfD landet auf dem letzten Platz bei mir. Die korrupte CDU landet hier weiter oben, ich werde sie aber aus anderen Gründen nicht wählen. Die FDP (Partei der Reichen und Wirtschaft) landet auch ganz unten. Von den Kleinstparteien würde ich wenn dann die ÖDP wählen. Bündnis C kommt für mich auch nicht in Frage. Die Grünen schneiden gar nicht mal so schlecht ab. Klar es gibt Punkte bei denen ich nicht zustimme, aber das ist bei jeder Partei so. Wenn ich die anderen “Wahlomaten” so vergleiche, dann bin ich zufrieden mit meiner Wahl.

  7. Die Grünen sind von der Bibel am weitesten entfernt. Das ist wenig überraschend. Der Hintergrund liegt in der Tatsache das ein Gründungsgen neben Umwelt und Bündnis 90 auch die Selbstbestimmung des Menschen liegt d.h. der Mensch macht sich selbst zu Gott. Er will entscheiden was gut und böse richtig und falsch ist. Am meisten leiden Gottes Gebote unter den Konzepten der grünen Partei. Das ist klar zu sehen. Umwelt schützen und Menschen töten das ist ein Wiederspruch.

  8. Juhuu, er ist da 🙂
    Herzliches Danke für dieses alternative Orientierungstool!!

    Anregungen:
    -Kurze Hilfstexte (Mouseover), die in einfachen Worten erklärt, was die jeweilige These aussagt.
    -Weg von einer reinen Wahlprogramm-Orientierung, so fehlt zB die Positionierung der Parteien zu den Corona-Maßnahmen eindeutig bei Wahlo&Prophetomat.
    – Ggf. Frühzeitige Abfrage vor dem Start des PM, welche Themenfelder für die Menschen aktuell interessant sind.
    – ggf Vorschaltung einer Themenauswahl, bei der ausgewählt werden kann, was für mich relevant ist. Entsprechende Thesenbearbeitung dann erst im 2. Schritt.

  9. Herzlichen Dank für Ihr Engagement. Das Ergebnis war tendenziell für mich nicht völlig überraschend, aber interessant und aufschlussreich. An Position eins und zwei landeten andere Parteien, als beim Wahlomat. Beim PROphetomat wird das Programm der einzelnen Parteien in den Vordergrund gestellt und nicht die Personen. Das ist für mich bei meiner Wahl Entscheidung durchaus hilfreich. In den letzten Tagen und Wochen lag der öffentliche Fokus doch viel zu sehr auf den drei Kandidaten für das Kanzleramt und weniger auf den programmatischen Inhalten der einzelnen Parteien.

  10. Vielen Dank für die Mühe und Arbeit, die wirklich sinnvoll investiert ist. Ein bisschen schade ist technisch, dass ich meine Eingaben verliere, wenn ich nach Abschluss der Befragung und detaillierter Analyse der Parteien-Antworten zu einer Frage wieder ein Bild zurück gehen will. Auch fand ich teilweise die Fragen-Formulierung unglücklich, wie obenGeschrieben. Das Ergebnis eine Ablehnung war nicht immer ganz eindeutig. Gleiches gilt für den Wechsel zwischen positiver und negativer Formulierung.

  11. Selten so gelacht. Habe bewußt manche meiner Antworten manipuliert und trotzdem linke Parteien als Ergebnis herausbekommen. Das ist unmöglich! Wer hier PRO auf dem Leim geht, ist selbst schuld. Vertrauen Sie lieber auf Ihren Verstand als auf diese linke “Wahlhilfe”. Eigentlich müßte man das Wahlmanipulation nennen.

    1. Hängt vielleicht damit zusammen dass sie die Wahlprogramme der einzelnen Parteien nicht so gut kennen wie sie denken, und hauptsächlich Vorurteile haben!
      Bei der Auswertung wird übrigens alles aufgeschlüsselt. Also nix von Manipulation!

  12. Leider musste ich mehrere Anläufe nehmen, da die Fragen so kompliziert formuliert sind. Doppelte Verneinungen sind irreführend. Ich werde dieses Tool daher nicht weiterempfehlen, weil es zu falschen Ergebnissen führen kann, allein, weil die Frage falsch verstanden wird. Auch sollte man die Gesetze kennen, um die es geht. Einen kurze Erläuterung, was sie aussagen, wäre hilfreich. Frage 3 habe ich bis jetzt noch nicht verstanden…

    1. Zu diesem Thema wurde schon geantwortet, dass die Organisatoren diese Anregung für nächstes Mal notieren. Beim ersten Mal gibt es immer irgendwelche Kinderkrankheiten.

  13. Bei mir stimmt das Ergebnis besser überein als beim “echten” Wahl-O-Maten. Auch wenn mir die Thesen manchmal zu scharf oder zu undifferenziert formuliert waren.
    Leider spart der Prophetomat die Sozialethik als christliches Thema weitgehend aus, dabei hat Jesus doch wiederholt dazu aufgefordert, zu teilen und den Nächsten und die Nächste zu lieben, während er uns das Richten (z.B. über individuelle sexuelle Präferenzen) verboten hat; gleichwohl werden die sexualethischen Themen mit dem üblichen evangelikalen Richtgeist deutlich abgebildet. Schade.

    Ja, es ist eine gute Frage, wer bestimmt, was christliche Themen sind: Konservative Prediger (sic!) oder Jesus Christus?
    Manche Evangelikale sollten öfter mal das Neue Testament zur Hand nehmen und z.B. die Bergpredigt oder das Lukasevangelium lesen, damit sie, vielleicht erstmals, darauf aufmerksam werden, worüber Jesus am meisten gesprochen hat.
    Was lesen wir, wenn wir Bibel lesen – wirklich die Bibel oder konservative Bibelkommentare mit einseitiger Textauswahl?

    1. Gute Idee, das mit der Bergpredigt.
      Jeder ist sehr gerne zur Lektüre eingeladen
      🙂

      “Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.”

      “Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig.”

      “Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.
      Wenn dich aber dein rechtes Auge verführt, so reiß es aus und wirf’s von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde. ”

      “Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Unzucht, der macht, dass sie die Ehe bricht; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.”

      “Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Bösen.”

      “Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will.”

      “Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, 45 auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel.”

      “Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, 4 auf dass dein Almosen verborgen bleibe”

      “Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo Motten und Rost sie fressen und wo Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel”

      “Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn wie ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.
      Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge?”

      “Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.”

      “Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch!”

      “Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. “

  14. Ein interessantes Tool. Etliche Fragen dabei empfinde ich als sehr hilfreich und zielführend, weil sie christliche Werte und aktuelle gesellschaftliche Diskussionen aufnehmen und verknüpfen. Bei einigen Fragen wird allerdings ein gewisser Nischencharakter deutlich. Wenn z.B. Frage 2 die nach einem Tanzverbot an Karfreitag ist, dann sagt das wahrscheinlich mehr über Christen und ihre manchmal seltsame Einschätzung tatsächlich wichtiger Inhalte aus als über eventuell zu wählende Parteien. Ich sehe schon Koalitionsverhandlungen vor mir, bei denen einer dem zukünftigen Partner sagt: “Okay, dann gibt es eben keinen angehobenen Mindestlohn. Hauptsache, das Tanzverbot bleibt bestehen …” 😉 Aber scheinbar behandelt der PROphetomat (schöner Name übrigens!) damit tatsächlich ein Thema, das vielen Christen wichtig ist. Damit bedient er für meinen Geschmack allerdings eher Klischees, als zu einem Nachdenken zu führen: “Stimmt, dieser Bereich gehört auch zu unserer Verantwortung als Christen. Wie positioniere ich mich da eigentlich?”
    Vielleicht erwarte ich da unrealistisch viel, aber ich habe mir etwas mehr versprochen. Trotzdem danke für die Arbeit, die dahintersteckt.

    1. “Nischencharakter”?
      Ich halte es für schon recht offenbarend, ob ein Feiertag, der dem Gedenken an den Tod Christi am Kreuz dient, in unserer Gesellschaft still begangen werden kann,
      – oder ob es nötig ist, ausgerechnet an solch einem (einzigen!) Tag Discos, Open-Air-Konzerte oder Demos mit lautstarker Beschallung durchzuführen?

      Genauso an Tagen, die dem Totengedenken dienen, an Verwandte, Freunde, oder den Opfern von Krieg und Gewalt (Ewigkeitssonntag, Totensonntag).

      Rücksichtnahme sollte um so mehr eine Tugend für alle Bürger sein, – gerade in einer Gesellschaft die nicht mehr durch gemeinsame (Glaubens-)Werte verbunden ist, kommt der gegenseitigen Rücksichtnahme eine umso größere Bedeutung zu.

  15. Viele Fragen wurden 1) kompliziert formuliert und 2) man konnte sich nicht positionieren… Ich habe viele Fragen überspringen müssen, weil 3) ich damit nichts anfangen konnte. Viele Fragen enthielten beispielsweise 4) Paragraphen oder 5) politische Ausdrücke. An diesen Stellen wäre hilfreich in Klammern auszuschreiben, was dahinten steht. Auch 6) viele bildungsprachliche Begriffe, wie “restriktive” durch “beschränken” in einfache Sprache zu übersetzen bzw. umformulieren. Es wurden 7) viel zu viele Fragen zu Klima gestellt (viel mehr als die christliche Fragen?). Ich würde auf zwei oder drei Fragen hier beschränken, um die Gewichtung der Themen nicht durch Anzahl der Klimafragen das Ergebnis günstiger für AfD zu beeinflussen bzw. darzustellen… Ich bin Nichtwähler und kann eure Plattform deshalb (siehe Punkt 7)) nicht als Objektiv bzw. Richtungsweisend beurteilen. Auch werde ich diese Partei (AfD) nicht wählen, weil diese lediglich 77% Übereinstimmung anzeigt, aber viele anderen Fragen, wie z.B. Antisemitismus nicht bekämpfen will (bin selber nicht Jude und nicht pro oder gegen Israel) oder aber keine Übereinstimmung mir anderen Themen anzeigt. Du kannst z.B. 99% Übereinstimmung mit Partei haben, aber diese für Abtreibung sein… Das lässt sich mit meinem christlichen Glauben nicht vereinbaren.
    Auch 8) die Anzahl der anderen christlichen Themen, wie z.B. Sonntagsfeier uns. nicht zur Sprache gekommen.

    1. Dem stimme ich größtenteils zu. Wenn schon Paragraphen genannt werden, oder pauschal “das Pariser Klimaabkommen”, sollte in einer Fußnote eine Zusammenfassung oder Link auftauchen.

  16. Sehr viel Arbeit steckt da drinn und hilfreich sicher für viele.
    Leider für viele Briefwähler viel zu spät. Bitte das nächste Mal viel eher, spätestens wenn die Briefwahlunterlagen verschickt werden.
    Aber dennoch großes DANKE!
    Evi

  17. Habe es gerade durchgeführt. Sehr problematisch finde ich, dass eine Partei positiv bewertet wird, wenn sie zu einer Frage überhaupt keine Stellungnahme abgegeben hat. D.h. sie kommt im Ranking nach oben, obwohl wir nicht wissen können, wie sie sich in der Regierungsverantwortung diesbezüglich entscheiden wird. Damit ist dieses Ergebnis für mich nicht brauchbar.

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