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ProChrist: Roland Werner übernimmt Vorsitz

Der Generalsekretär des CVJM-Gesamtverbands in Deutschland, Roland Werner, wird ab April das Amt des 1. Vorsitzenden des Vereins ProChrist übernehmen. Er tritt damit die Nachfolge des langjährigen Vorsitzenden Raimund Utsch an. Das beschloss die ProChrist-Mitgliederversammlung am heutigen Dienstag.
Von PRO

Foto: ProChrist

Roland Werner war bis 2009 Vorsitzender des "Christival – Kongress junger Christen". Er engagiert sich bereits viele Jahre für ProChrist: Seit 1997 ist der gebürtige Duisburger Mitglied im Verein. Bei "JesusHouse", der ProChrist-Jugendveranstaltung, trat er 1998 in Nürnberg und 2000 in Hannover als Verkündiger auf. Seit zwei Jahren ist der 55-jährige Sprachwissenschaftler und Theologe Generalsekretär des CVJM-Gesamtverbandes. Bei vier ProChrist-Übertragungen übersetzte er das Programm in die englische Sprache.

"Eine Herzensangelegenheit"

"Es liegt mir seit vielen Jahren sehr am Herzen, Menschen in der persönlichen Begegnung und bei evangelistischen Veranstaltungen mit Jesus bekannt zu machen. Ich bin dankbar, dass die Mitgliederversammlung darauf vertraut, dass ich ProChrist bei dieser Arbeit als Vorsitzender dienen kann", erklärte Werner seine Beweggründe. Sein Vorgänger, der 72-jährige Raimund Utsch, der dem Gremium 18 Jahre angehörte, wollte den Posten gerne in jüngere Hände abgeben.

Veränderungen wird es auch in der Verkündigung geben. Der bisherige Leiter von ProChrist, Pfarrer Ulrich Parzany, scheidet Ende März aus dem Vorstand aus. Weitere ProChrist-Veranstaltungen gestaltet zukünftig ein Evangelisten-Team. Es setzt sich zusammen aus der Autorin Elke Werner, Pastor Matthias Clausen, dem Dozenten und JesusHouse-Leiter Klaus Göttler, dem Pastor Carsten Hokema und dem Theologen und Journalisten Steffen Kern. Die Prediger gestalten ebenfalls die regionalen ProChrist-Wochen, die beispielsweise in Bielefeld, Görlitz oder Fürth stattfinden.

Leitungsteam erweitert
In Zukunft übernimmt der Geschäftsführende Vorstand die geistliche und strategische Leitung von ProChrist. Er setzt sich aus dem 1. Vorsitzenden, seinen beiden Stellvertretern und Geschäftsführer Michael Klitzke zusammen. Im Amt bestätigt wurde die stellvertretende Vorsitzende Margarete Hühnerbein, die auch Vorstandsvorsitzende des Christlichen Medienverbundes KEP ist. Als weiteren stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Mitglieder Klaus Göttler.

Die beiden bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, und Pfarrer Werner Schmückle, Leiter der Missionarischen Dienste in Württemberg, scheiden aus dem Vorstand aus. Die nächste zentrale ProChrist-Veranstaltung, nach dem im März stattfindenden Event in Stuttgart, wird voraussichtlich 2017 stattfinden. "Ich freue mich, dass jüngere Evangelisten bereit sind, sich in der ProChrist-Arbeit zu engagieren", äußerte sich Ulrich Parzany.

Neu: ProChristlokal

Neu ist das Angebot ProChristlokal. Dabei sollen 50 bis 150 Evangelisten während eines mehrwöchigen Aktionszeitraums an etwa 150 bis 450 Orten im deutschsprachigen Raum Impulsgottesdienste halten. Das Konzept wurde bereits im Rahmen des Jugendevents JesusHouse 2011 umgesetzt. Geplant ist das Format im Oktober und November 2015. Auch die mediale Arbeit über das Internet, die sozialen Netzwerke und das Fernsehen will der Verein intensivieren. Die gute Nutzung dieser Kanäle habe die bis zum 10. März laufende Gebetsaktion "Dein Wunsch an Gott" gezeigt. Dabei können Internetnutzer ihre Gebetsanliegen äußern. Für jedes Anliegen spricht einer von 1.800 ehrenamtlich Engagierten ein Gebet und antwortet dem Wünschenden persönlich. Das Angebot wurde bisher von über 20.000 Menschen genutzt.

ProChrist hat seit der ersten Veranstaltung 1993 in Essen  weitere sechs Mal stattgefunden. 2009 in Chemnitz erreichte die Veranstaltung an rund 1.350 Orten in 18 europäischen Ländern etwa 1,1 Millionen Menschen. Im Kern stehen zentrale Lebens- und Glaubensthemen. Der Verein ist eine überkonfessionelle Initiative von Christen unterschiedlicher Kirchen mit Sitz in Kassel. Er wird nahezu ausschließlich von Spenden getragen. (pro)

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