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Portal “Geistreich” soll Kirchenmitarbeiter vernetzen

So kann Kirche in Zeiten des Web 2.0 aussehen: Am 20. Mai geht die Plattform "Geistreich.de" online. Dort können Geistliche, Ehrenamtliche oder Interessierte zusammen kommen, Projekte planen und sich austauschen. Außerdem kann sich jeder Nutzer an einer Art "Wikipedia" für Kirchenwissen beteiligen.

Von PRO

Foto: Geistreich.de

Die Internetplattform "Geistreich.de" bietet zum Beispiel Einführungsinformationen zur Bibel, zu geistlicher Musik für Kinder oder Martin Luther. Dabei ist das Netzwerk zunächst in drei Bereiche unterteilt: Unter dem Stichwort "ideenreich" kann jeder Nutzer Fragen stellen und an Diskussionen teilnehmen. Im Bereich "erfahrungsreich" können Kirchenaktive von ihren Erlebnissen mit dem Glauben berichten oder Projekte vorstellen – von der Konfirmandenfreizeit auf dem Segelboot bis hin zum Kirchenladen im Kiez. Zudem hat jeder Registrierte die Möglichkeit, ähnlich wie beim Online-Lexikon "Wikipedia", zu einem Lexikon kirchlichen Erfahrungswissens unter "wissensreich" beizutragen. Wie von Netzwerken wie "Facebook" oder "StudiVZ" bekannt, kann sich jeder Nutzer ein Profil mit Foto und Angaben zur Person anlegen. Artikel zu den einzelnen Rubriken können von jedem registrierten Mitglied angelegt werden.

Moderner Wunsch nach Vernetzung

Der Projektleiter für "Geistreich.de" bei der EKD, Christoph Römhild, teilte im Vorfeld der Freischaltung der Plattform mit: "Es ist ein offenes Forum, eine grüne Wiese für Kreativität, Erfahrungsaustausch und Innovation." Und der Wunsch nach Austausch scheint da zu sein: Wie die EKD mitteilte, sprach sich in einer vom Institut für Wissensmedien in Tübingen 2009 durchgeführten Studie die Mehrheit der befragten Kirchenmitarbeiter für eine überregionale Vernetzung aus. Ein Großteil der Engagierten tausche sich bisher nur im vertrauten Umfeld aus und nutze die Seiten der EKD und der Landeskirchen lediglich zur Anregung, hieß es damals. Ein direkter Erfahrungsaustausch sei nicht möglich, obwohl 87 Prozent der Befragten täglich online arbeiteten. Die Zeit sei also reif für eine Plattform zum Austausch zwischen Praktikern innerhalb der gesamten EKD, so die Macher.

Entwickelt wurde "Geistreich.de" von der EKD und Wissenschaftlern der Fernuniversität Hagen und des Instituts für Wissensmedien in Tübingen. Anhand der Nutzerdaten soll zudem erforscht werden, wie das Web 2.0 die Weiterentwicklung einer Organisation fördern kann. Finanziert wird das dreijährige Forschungsprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds. Schirmherrin ist Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Vorgestellt wurde "Geistreich.de" bereits im Rahmen der "Zukunftswerkstatt der EKD" im Jahr 2009. (pro)

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