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Politiker für Familiensplitting

Nordrhein-Westfalens CDU-Chef Armin Laschet und die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende Julia Klöckner haben sich für ein "Familiensplitting" ausgesprochen. Im Streit um die steuerliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare mit Ehepaaren mahnte Laschet vor "politischen Schnellschüssen".  
Von PRO

Foto: CDU Nordrhein-Westfalen

Der Staat solle Familien mit Kindern fördern, sagte Laschet den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe. "Wieso sollte ein schwules oder lesbisches Paar vom Steuersplitting profitieren, während eine alleinerziehende Mutter mit ihrem Kind nicht vom Splitting, sondern lediglich vom Freibetrag profitiert?", fragte der CDU-Politiker laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Über den Vorstoß von 13 CDU-Bundestagsabgeordneten, homosexuelle Partnerschaften mit den gleichen Steuervorteilen auszustatten wie Ehen, sagte der Vater von drei Kindern: "Statt jetzt in einem politischen Schnellschuss gleichgeschlechtliche Paare zu fördern, sollten wir alle steuerlichen Förderungen auf den Prüfstand stellen und endlich Familien mit Kindern angemessen fördern." Laschet sprach sich dafür aus, vor einer politischen Entscheidung das Urteil des Bundesverfassungsgerichts abzuwarten.

Auch die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende Klöckner sprach sich gegenüber dpa dafür aus, das Ehegattensplitting zu einem Familiensplitting weiterzuentwickeln. "Warum wird ein Ehepaar, das gegebenenfalls bewusst kinderlos bleibt, steuerlich als Paar gefördert, während ein anderes unverheiratetes, das mehrere Kinder hat, nicht in diesen speziellen Genuss kommt?"

Klöckner sprach sich gegenüber dpa auch für eine steuerliche Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften aus. "Die Wirklichkeit ist bunter als vor 50
Jahren", so Klöckner. "Homosexuellen Paaren, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben und deshalb auch als Paar Pflichten füreinander übernehmen, kann man
logischerweise nicht die andere Seite der Medaille verwehren – die entsprechenden Rechte. Dazu zähle ich nicht die Adoption von Kindern, aber die steuerliche Gleichstellung."

In einer Umfrage im Auftrag des Magazins "Focus" sprachen sich 80 Prozent der Deutschen dafür aus, dass das Ehegattensplitting auch auf verheiratete gleichgeschlechtliche Paare angewendet wird. (pro/dpa)

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