Wolfgang Clement, 1940–2020

Wolfgang Clement, 1940–2020

Politiker Wolfgang Clement gestorben

Der ehemalige SPD-Politiker Wolfgang Clement ist am frühen Sonntagmorgen gestorben. Zeit seines Lebens setzte er sich für soziale Arbeit ein. 2017 erhielt er den Heinrich-Pesch-Preis für die Ausgestaltung und Verwirklichung der katholischen Soziallehre.

Wolfgang Clement war Bundeswirtschaftsminister und nordrhein-westfälischer Ministerpräsident und eine der prägendsten Figuren der Sozialdemokraten. Am Sonntag ist er im Alter von 80 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Erst im Sommer war bekannt geworden, dass Clement an Lungenkrebs litt.

Als seine Frau Karin 2004 schwer erkrankte, sagte Clement gegenüber der Zeitschrift Bunte: „Das Schicksal meinte es bisher gut mit uns. Aber wir hatten natürlich auch sehr ernste Situationen zu bestehen, etwa die schwere Erkrankung einer unserer Töchter. Da kommt man Gott wieder näher." Mit der Bunte sprach er auch im August über seine Erkrankung.

2017 verlieh ihm der Verband der Wissenschaftlichen Katholischen Studentenvereine Unitas den Heinrich-Pesch-Preis. Die Auszeichnung ehrt Persönlichkeiten, die sich im Sinne der Katholischen Soziallehre um die Entwicklung der Sozialen Marktwirtschaft verdient gemacht haben. Als Politiker war Clement maßgeblich an den Hartz-Reformen beteiligt. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet lobte Clement als „Streitbaren Charakter und Modernen Macher“.

Clement wurde am 7. Juli 1940 in Bochum geboren. Er studierte Jura, wurde dann aber Journalist. 1989 holte ihn der damalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident Johannes Rau als Staatssekretär in seine Landesregierung. 1998 wurde Clement Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Vier Jahre später wechselte er als Superminister für Wirtschaft und Arbeit in die Bundesregierung von Bundeskanzler Gerhard Schröder. Dieses Amt behielt er bis zum Ende der Schröder-Regierung 2005. Nach internem Disput trat Clement 2008 aus der SPD aus und unterstützte zuletzt die FDP.

Von: Martin Schlorke

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