Immer weniger Menschen in der amerikanischen Bevölkerung unterstützen US-Präsident Donald Trump

Immer weniger Menschen in der amerikanischen Bevölkerung unterstützen US-Präsident Donald Trump

Zufriedenheit mit Trump schwindet – auch unter Evangelikalen

Die Zustimmung unter US-Christen für Trump nimmt spürbar ab. Auch weiße Evangelikale sind nicht mehr so einverstanden mit der Politik des US-Präsidenten wie noch vor einigen Monaten, zeigt eine aktuelle Studie. Doch auch auch von der Alternative mit Joe Biden als Präsident sind viele amerikanische Christen nicht überzeugt.

Unter religiösen Gruppen schwindet die Unterstützung für US-Präsident Donald Trump zusehends. Das zeigt eine Umfrage des Pew Research Centers, die in der Zeit vom 16. bis 22. Juni durchgeführt wurde. So sagen derzeit noch 72 Prozent der weißen Evangelikalen, sie seien damit einverstanden, wie Trump seinen Job macht. In einer gleichen Umfrage im April waren das noch 78 Prozent. Die Zahl der weißen Evangelikalen, die Trump „sehr stark“ unterstützen, sank ebenfalls von 67 auf 59 Prozent.

Unter schwarzen Protestanten ist die Zustimmung zu Trump weiter niedrig. Sie sank von elf auf sieben Prozent. Alle Protestanten, zu denen sowohl Evangelikale als auch Nicht-Evangelikale zählen, stimmen zu 40 Prozent Trumps Amtsführung zu. Im April waren das 44 Prozent. Auch Katholiken sind immer weniger mit Trumps Politik einverstanden. 31 Prozent von ihnen sagen, sie fänden es gut, wie er seine Arbeit mache. Im April lag der Wert bei 40 Prozent. Bei weißen Katholiken ist die Zustimmung mit 43 Prozent derzeit noch etwas größer. Hispanische Katholiken hingegen sind nur zu zwölf Prozent mit der Amtsführung des US-Präsidenten einverstanden.

Die Umfrage führt auch alle Christen gesammelt auf. Betrachtet man diesen Wert, sind 49 Prozent von ihnen mit Trump zufrieden. Im April waren das 55 Prozent. Im Vergleich: Betrachtet man die gesamte US-Bevölkerung, stimmen 39 Prozent Trumps Amtsführung weiterhin zu. Im April waren das 44 Prozent.

Wenn die US-Wahl jetzt wäre, würden 55 Prozent der Christen für Trump stimmen und 43 Prozent für Joe Biden. Bei den Protestanten teilt es sich auf 58 zu 40 Prozent auf. Der Wert der weißen Evangelikalen weicht enorm ab. 82 Prozent würden Trump wiederwählen, 17 Prozent für Biden stimmen. 2016 hatten 77 Prozent der weißen Evangelikalen für Trump und 16 Prozent für Hillary Clinton gestimmt. Trotz sinkender Zufriedenheit würden also prozentual sogar mehr weiße Evangelikale für den Amtsinhaber votieren als noch bei der letzten Wahl. Unter den schwarzen Protestanten ist der Wert fast genau spiegelverkehrt: acht Prozent für Trump und 88 Prozent für Biden. Bei den Kaholiken liegt Biden mit 52 Prozent leicht vorne. Trump würden von ihnen 47 Prozent wählen. Unter allen US-Amerikanern schneidet Trump schlecht ab und würde Stand jetzt verlieren, was die bundesweite Zustimmung angeht: 54 Prozent würden für Biden stimmen, 44 Prozent für Trump. Allerdings entscheiden am Ende die Ergebnisse in den einzelnen Bundesstaaten. Doch auch dort liegt Biden vorne.

Die Forscher fragten auch, ob Trump bisher ein „guter Präsident“ gewesen sei. Unter allen Christen stimmten dem 44 Prozent zu. Biden würden dagegen nur 24 Prozent für einen guten Präsidenten halten. Ähnlich sieht es bei den Protestanten insgesamt aus: 47 Prozent fanden Trump gut, nur 23 Prozent glauben, dass Biden einen guten Job machen würde. Bei den weißen Evangelikalen verstärkt sich das noch: 69 Prozent halten Trump für einen guten Regierenden, Biden trauen das nur 9 Prozent zu. Elf Prozent der schwarzen Protestanten urteilen rückblickend positiv über Trump. Dagegen sind sie zu 54 Prozent bei Biden optimistischer.

Bei den Katholiken erhalten beide Politiker nicht einmal die Hälfte der Stimmen. 36 Prozent von ihnen finden, Trump habe einen guten Job gemacht. 29 Prozent würden das Biden für die Zukunft zutrauen. Für die gesamte US-Bevölkerung gilt: Nur 34 Prozent beurteilen Trumps Leistung als gut. Aber auch nur 26 Prozent trauen Biden zu, einen guten Präsidenten abzugeben.

Von: Swanhild Zacharias

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