Arie de Pater hier bei einer Rede vor den UN in Genf

Arie de Pater hier bei einer Rede vor den UN in Genf

„Christen sollen Brücken bauen“

Die Europäer haben gewählt. In den nächsten Wochen geht es darum, Mehrheiten zu finden, um eine tragfähige europäische Politik zu gestalten. Pro hat beim Beauftragten der Europäischen Evangelischen Allianz, Arie de Pater, nachgefragt, wie er die Ergebnisse der Wahl einschätzt.

Das zukünftige Europaparlament ist so bunt wie noch nie. Zur Regierungsbildung sind mindestens drei Fraktionen notwendig. Der Beauftragte der Europäischen Evangelischen Allianz, Arie de Pater, findet, dass dieses Ergebnis Entscheidungen nicht unbedingt erleichtert, hegt aber auch die Hoffnung der Optimisten, dass Europa dadurch dynamischer wird.

De Pater ist überzeugt davon, dass die Mehrheit der gewählten Volksvertreter die Idee Europas und ihren Beitrag für Frieden und Stabilität stützt. Die höhere Wahlbeteiligung der Bevölkerung trage ebenso dazu bei. Viele Kandidaten, die sich im Auftrag der Wähler für den nationalen Ausstieg eingesetzt hätten, lagen aus seiner Sicht falsch.

Friedliches Zusammenleben und Differenzen ausblenden

Durch die Vielfalt an Gruppierungen und Fraktionen sei eine Voraussage schwer, wohin sich Europa entwickele. Auf der „christlichen Agenda“ stünden Themen wie die Menschenwürde, Religions- und Glaubensfreiheit, Meinungsfreiheit und die Flüchtlingsfrage. Vor allem dort verträten manche Parteien extreme Positionen, „die einem konstruktiven Vorgehen im Weg stehen könnten“.

„Die Vielfalt im Parlament spiegelt die Vielfalt unserer Gesellschaft wider“, findet de Pater. „Es ist extrem wichtig, dass sich alle anstrengen, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen und bestehende Differenzen auszublenden.“ Deswegen habe die Europäische Evangelische Allianz dazu aufgerufen, für Europa, die Länder und die Städte zu beten: „Wir haben Evangelikale ermutigt, Brücken mit einem guten Fundament zum europäischen Gegenüber zu bauen.“

Jetzt gehe es darum, einen geeigneten europäischen Kommissionspräsidenten zu finden. Aus seiner Sicht werde dies ein harter Prozess. „Die anstehenden Herausforderungen für die Europäische Union brauchen eine starke europäische Kommission und die maximale Unterstützung des Parlaments und der Mitgliedstaaten.“ Es gehe deswegen auch darum, dass die Personen in Führungspositionen mit Weisheit und Einsicht handelten.

Von: Johannes Blöcher-Weil

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