Bayerns Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat

Bayerns Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat

„Jesus Christus ist der Schlüssel zu Gott“

Der bayerische Finanzminister Markus Söder schöpft aus seinem Glauben Mut, um über sein Christsein zu sprechen. In einem Plädoyer für den Glauben hat er sich für eine besondere Art der Mission ausgesprochen. Zweifeln gehört für ihn zum Leben mit Jesus dazu.

„Der Glaube ist wie schwanger sein: ja oder nein.“ Mit diesem Satz hat der bayerische Finanzminister Markus Söder seine Position zum Christsein klar gemacht. Der Politiker bezeichnete sich am Freitag beim Kongress christlicher Führungskräfte in Nürnberg als „jemand, bei dem der Glaube eine sehr wichtige Rolle spielt“. „Der Glaube kommt aus einem selbst heraus.“

Jedoch sei Zweifeln im Glaubensleben immer wieder gegenwärtig. Söder berichtete von einem Austausch mit Papst Benedikt über den Glauben. Der Pontifex habe in dem Gespräch geäußert, dass auch er manchmal Zweifel habe. Der Zweifel gehöre zum Glauben dazu. Söder sieht ihn als „den kleinen Bruder des Glaubens“.

Gebete auch für Kleinigkeiten

Der überraschende Tod seiner Mutter habe Söder eine neue Öffnung zu Gott gegeben. Durch diese habe er Mut gewonnen. Heute ist der Politiker in einem Gebetskreis, der ihn unterstützt. Die Gespräche und Gebete in dem Rahmen geben ihm Kraft. Er traue sich heute mehr, seinen Glauben zu leben und mit Gott auch über Kleinigkeiten zu sprechen. Denn er wisse: „Gott ist für jeden und alles offen.“ Früher wollte er Gott nicht mit kleinen Dingen belästigen.

Sein christlicher Glaube schenke Söder Hoffnung. „Wenn man an Gott glaubt, dann gibt es einem auch die Kraft, seinen Weg sicherer zu gehen.“ Auch helfe dieser, „Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden“, sagte der CSU-Politiker.

Bibel: „Die modernste Botschaft der Welt“

Für Söder ist Jesus Christus der Schlüssel zu Gott. Er wundert sich, dass sich viele in Deutschland zu wenig trauten, vom Evangelium zu erzählen. Wenn Christen schließlich die frohe Botschaft verkündeten, sähen sie dann nicht immer froh aus. Beim Fernsehen sei das eine Text-Bild-Schere. „Es gibt ein Buch, das einem die Hilfe gibt. Und das ist die Bibel.“ Die Bibel biete Liebe, Action, Spannung und auch etwas Erotik. Die Bibel habe „die modernste Botschaft der Welt“, obwohl sie vor so langer Zeit verfasst wurde. Das Christentum zeige: „Jeder ist gleich viel wert, jeder hat die gleiche Chance.“ Es gebe keine schönere Botschaft für jedermann – besonders in Zeiten, in denen in den Medien das nächste Topmodel gesucht wird und der Bachelor seine Auserwählte kürt.

„Die Tür zum Christentum ist nie zu.“

Wenn ein Mensch bereit ist, zu Jesus zu gehen, sei „die Tür zum Christentum nie zu“. Söder spricht sich dafür aus, in manchem politischen Dialog die Fehlerhaftigkeit des anderen einfach zu akzeptieren. Manchmal werde jemandem der Glaube abgesprochen. Jedoch entscheide Gott, wer glaube – sonst keiner.

Söder ist Mitglied des Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

Söder ist Mitglied des Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

Söder ist selbst in der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Er wünscht sich, dass Politik und Kirche mehr miteinander reden. Und nicht nur Interviews übereinander geben. Deswegen habe er „keine öffentliche Kritik geäußert“, als Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx während ihres Besuchs des Tempelbergs in Jerusalem ihre Amtskreuze nicht trugen.

Weg der Mission: Glaube vorleben

Der Glaube helfe dem CSU-Mann auch, „wenn man missioniert“. Jedoch funktioniere das nicht durch Überreden. Es gehe darum, seinen Glauben zu leben. Mission heiße für Söder „anstecken, begeistern, nicht verstecken“.

Der Politiker äußerte seinen Wunsch, „dass wir zu unserer Religion genauso viel Respekt haben, wie zu anderen Religionen“. Als er beim Fastenbrechen bei Muslimen zu Gast war, gab es den Vorschlag, zu Beginn ein christliches Gebet zu sprechen. Manche christlichen Anwesenden hätten davor zurückgeschreckt. Söder betonte jedoch: Muslimen sei jemand, der glaubt lieber, als jemand, der gar nicht glaubt. Zum Christsein gehöre es, eine Haltung zu haben. „Ich sage das, was ich denke, und ich denke, was ich sage“, konstatierte Söder. Sein Glaube gebe ihm dafür Mut. Wenn eine Mehrheit für eine Sache ist, sei das nicht automatisch die Wahrheit und „Konsens schützt nicht vor Nonsens“.

Glauben hilft beim Verzeihen

„Der Glaube gibt uns Kraft.“ Wenn man glaubt, lerne man besser, zu verzeihen. „Vor Gott und Christus stehen wir alle irgendwie gleich.“ Das ehrlichste Verhältnis sei das Verhältnis zu Gott – in guten und in schlechten Zeiten. Glaube gebe keine Garantie auf Gesundheit, Reichtum oder einen Anspruch auf einen Kabinettsposten, sagte Söder mit einem Augenzwinkern. Wer sich Gott gebe, bekomme aber auch etwas von ihm: Trost.

Der Glaube bleibe Söders Maßstab: „Das innere Leuchten gibt uns der Glaube.“ Gott ist für ihn „eine ganz enge Verbindungsperson“. Diese Verbindung könne er nicht richtig erklären, vielmehr sei sie für ihn ein Gefühl. Das Glaubensbekenntnis spreche Söder gern, da sei „alles drin“. Durch das Vater Unser bekomme er immer neue Impulse. (pro)

Von: mab

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