US-Vizepräsident Mike Pence wird beim „Marsch für das Leben” in Washington D.C. auftreten

US-Vizepräsident Mike Pence wird beim „Marsch für das Leben” in Washington D.C. auftreten

US-Vizepräsident kommt zum „Marsch für das Leben“

Wenn am Freitag wieder Hunderttausende Abtreibungsgegner durch die Straßen von Washington D.C. marschieren, wird dieses Jahr ein prominenter Redner auftreten: der frisch gewählte US-Vizepräsident Mike Pence hat seine Teilnahme angekündigt.

Der „March for Life“ (Marsch für das Leben) in Washington D.C. ist die weltweit größte Protestveranstaltung gegen Abtreibungen. Seit 1974 marschieren jedes Jahr Gegner der Abtreibungspraxis durch die amerikanische Hauptstadt. Die Teilnehmerzahl lag in den vergangenen Jahren bei über 650.000. Anlass ist der Jahrestag der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA im Fall Roe v. Wade vom 22. Januar 1973, die in den Vereinigten Staaten zur Legalisierung von Abtreibungen führte.

Beim 44. Marsch am Freitag wird US-Vizepräsident Mike Pence eine Rede halten. Das bestätigte am Donnerstag das Weiße Haus laut einem Bericht der New York Times. Die Teilnahme des Vizepräsidenten ist ein starkes Signal für die „Pro Life“-Bewegung in Amerika. Eine weitere Teilnehmerin wird Kellyanne Conway sein, engste Beraterin von US-Präsident Donald Trump.

Auch Timothy Dolan, der Erzbischof von New York, wird dabei sein, der bei der Vereidigung von US-Präsident Donald Trump neben anderen ein Gebet sprach. Weitere prominente Gäste sind der Footballspieler Benjamin Watson von den Baltimore Ravens sowie Abby Johnson, die sich früher für eine liberale Abtreibungspraxis einsetzte, dann aber umschwenkte und heute eine Gegnerin von Abtreibung ist.

Gesetze gegen Abtreibungen im Ausland

Mike Pence, der von 2013 bis 2017 Gouverneur des US-Bundesstaates Indiana war, ist bekannt für sein Engagement in der „Pro Life“-Bewegung. Während des Wahlkampfes hatte er wiederholt betont, dass ihn sein christlicher Glaube dazu bringe, die „Heiligkeit des Lebens“ zu achten. Bei einer Veranstaltung sagte Pence: „Für mich beginnt alles mit der Wertschätzung und dem Wert, den jedes menschliche Leben hat. Die Heiligkeit des Lebens entspringt für mich aus dem uralten Prinzip, wonach Gott gesagt hat: Noch bevor du im Mutterleib geformt wurdest, habe ich dich gekannt.“

Pence kritisierte die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und den Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten, Tim Kaine, für deren Einsatz für die freie Entscheidung für Abtreibung. „Die Vorstellung, dass jedem Kind, das fast geboren wird, noch das Leben genommen werden kann, ist einfach grauenvoll für mich“, sagte Pence.

Am Montag hatte Präsident Donald Trump als eine seiner ersten Amtshandlungen die staatlichen Zuschüsse für Programme von Organisationen gestrichen, die im Ausland Abtreibungen anbieten. Damit hat er ein Versprechen gegenüber vielen christlich-konservativen Wählern eingelöst. Davon betroffen ist auch der internationale Arm von „Planned Parenthood“, einer Familienplanungsorganisation, die der größte Anbieter von Abtreibungen in den USA ist. Nach der unterzeichneten Regelung dürfen ausländische Organisationen keine Entwicklungshilfe mehr aus den USA erhalten, wenn sie Abtreibungen finanzieren oder Beratungen zur Abtreibung anbieten.

Trump zweifelt an ausreichender Medienaufmerksamkeit

Trump ist nach eigener Aussage davon überzeugt, dass die Medien den „Marsch für das Leben“ nicht so sehr beachten werden wir etwa den „Women´s March“ am Tag nach seiner Amtseinführung in Washington D.C. In einem Interview sagte Trump auf die Frage, ob er die Rufe des Women´s March gehört habe, dass er zwar die Rufe nicht gehört, jedoch die Berichterstattung darüber mitbekommen habe. Der US-Präsident wies auf den Marsch der Abtreibungsgegner am Freitag hin und sagte, ob die Teilnehmerzahl dort „größer oder kleiner“ als beim Women´s March werde, wisse er nicht, „doch einige Leute sagen, sie werde größer sein. Und sie sagen, dass die Presse nicht über sie berichtet“. (pro)

Von: js

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