Köhler: Kirchen sollen sich in Dialog der Kulturen einmischen

Bundespräsident Horst Köhler hat die Kirchen dazu aufgerufen, Erfahrungen aus der Auslandsarbeit verstärkt in die politische Debatte um den Dialog der Kulturen einzubringen. Das sagte er auf der ersten Gesamtkonferenz der evangelischen Auslandspfarrer in Berlin.

Die Begegnung von Kulturen und Religionen sei eine Herausforderung, vor allem weil der Weg, wie sich die Kulturen friedlich begegnen könnten, noch nicht gefunden worden sei. "Wir leben in einer Welt und sind aufeinander angewiesen", sagte Köhler laut Evangelischem Pressedienst (epd). Das müsse stärker im politischen Bewusstsein der westlichen Welt verankert werden. Die Kirchen könnten dazu beitragen.

"Deutschlands guten Ruf im Ausland nutzen"

Gerade Deutschland habe einen guten Ruf im Ausland, den es nutzbar machen könne. Allerdings gab der Bundespräsident zu bedenken, dass sich die deutsche Glaubwürdigkeit im internationalen Dialog auch daran messe, wie es dem eigenen Land gelinge, Zuwanderer aus anderen Kulturen zu integrieren. Die Pfarrer machten bei ihrer "guten und wichtigen Arbeit" viele Erfahrungen, die sie bei dieser Herausforderung einbringen könnten.

Die Auslandspfarrer erklärten auf der Konferenz am Mittwoch in Berlin, dass im Ausland insbesondere der interreligiöse Dialog wie auch die Zusammenarbeit der christlichen Ökumene eine große Rolle spielten. Der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche, Martin Schindehütte, sagte, dass die Erfahrungen der Auslandspfarrer nicht nur die EKD, sondern künftig auch die kirchliche Arbeit in Deutschland bereichern sollten.

Die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) setzt rund 100 Pfarrer im Ausland ein. Weitere 30 bis 40 Pfarrer sind während der Urlaubssaison in Touristenregionen tätig. (PRO)

Von: AK

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