Mixa: "Grüne führen Kulturkampf gegen Kirche"

Der Beschluss der bayerischen Grünen, alle religiösen Symbole aus den Schulzimmern des Bundeslandes zu verbannen, stößt weiter auf massive Kritik. Der Augsburger Bischof Walter Mixa warf den Grünen am Sonntag "demonstrativen Atheismus" vor.

Auf dem Landesparteitag der Grünen vergangene Woche in Augsburg hatte die Mehrheit der 260 Delegierten dafür gestimmt, alle religiösen Symbole aus bayerischen Schulzimmern zu verbannen. Dazu gehören das islamische Kopftuch ebenso sowie das christliche Kreuz.

Wie "Welt online" berichtet, warf Mixa den Grünen einen "Kulturkampf gegen die Kirche" und "demonstrativen Atheismus" vor. Große Teile der Partei würden zunehmend "eine Gefahr für die religiöse Toleranz und den religiösen Frieden in unserem Land", so der Bischof. Die Entscheidung der Landesdelegiertenversammlung vom vergangenen Wochenende sei ein "dreister Versuch, einen demonstrativen Atheismus als gesellschaftliche Norm und politisches Leitbild zu installieren".

Mixa forderte den Spitzenkandidaten der Grünen für die Landtagswahl, Sepp Daxenberger auf, sich klar von diesem Beschluss zu distanzieren. Oder er solle offen erklären, dass er auf die Stimmen der Christen in Bayern keinen Wert lege. Daxenberger hatte vergangene Woche erklärt: "Ich trage den Beschluss nicht mit." Der 36-jährige Biobauer wurde auf dem Parteitag zum Spitzenkandidat für die am 28. September stattfindende Landtagswahl nominiert. Bischof Mixa warf den Grünen vor, mit derartigen relativierenden Äußerungen eine "durchsichtige Doppelstrategie" zu verfolgen. An einem Tag verletzten Grüne die religiösen Gefühle der Christen, um am nächsten Tag zu erklären, dass alles nicht so schlimm gemeint sei.

Mixa fügte hinzu, das Kreuz Christi sei ein Symbol der Solidarität Gottes mit den Menschen und stehe wie kein anderes Zeichen für deren Würde und Freiheit. Es sei bezeichnend, dass die Vertreter inhumaner Ideologien immer gegen das Kreuz zu Felde gezogen seien. Die Forderungen der Grünen stünden für einen "Kulturkampf gegen die Kirche, die christlich abendländische Tradition und die Überzeugung der Mehrheit der Menschen in Bayern".

Auch der Münchner Erzbischof Reinhard Marx kritisierte Bestrebungen politischer Parteien und der Rechtsprechung, Religionen grundsätzlich als Quelle des Unfriedens zu werten und im Namen der Gleichbehandlung verdrängen zu wollen. Dies sei ein "Irrweg". Der christliche Glaube drücke sich auch in öffentlichen Symbolen wie Kirchen, Kreuzen und Kapellen aus.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte vergangene Woche zum Grünen-Beschluss gesagt: "Christliche Symbole gehören zu unserer Kultur und unseren Werten. Die Gleichsetzung von Kruzifix und Kopftuch ist geradezu absurd." (PRO)

Von: js

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus