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Pöttering: „Jeder Mensch ist nach dem Bild Gottes geschaffen“

Jeder Mensch ist einzigartig und nach Gottes Ebenbild geschaffen. Das betonte der CDU-Politiker Hans-Gert Pöttering beim Europakongress in Paderborn. Christen sollten sich deshalb für Menschenrechte starkmachen. Zudem forderte er Christen dazu auf, Europa mitzugestalten.
Von PRO
Hans-Gert Pöttering (Archivbild) war von 2007 bis 2009 der 12. Präsident des Europäischen Parlamentes
Hans-Gert Pöttering (Archivbild) war von 2007 bis 2009 der 12. Präsident des Europäischen Parlamentes

Hans-Gert Pöttering (CDU), ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments, hat Christen dazu aufgefordert, sich in die politischen Debatten einzubringen und ihre Stimme in einer pluralen Gesellschaft hörbar zu machen. In einem Vortrag beim Europakongress am Mittwoch in Paderborn betonte Pöttering die Verantwortung von Christen für Europa.

„Entscheidend für Christen und Juden ist die biblische Aussage, dass jeder Mensch nach dem Bild Gottes als sein Geschöpf geschaffen ist”, erklärte Pöttering laut einer Presseinformation. Damit begründe sich die Einzigartigkeit jeder menschlichen Person. Aus dem Grundprinzip der Menschenwürde leiteten sich Werte wie Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ab. „Für die konkrete Politik und unser Engagement als Christen bedeutet es, dass Menschenrechte eingehalten und humanitäre Verhaltensweisen geübt werden müssen”, sagte der Europapolitiker. Politik müsse den Menschen dienen, konkret und jedem Einzelnen.

Christliches Erbe fordert dazu auf, Europa mitzugestalten

Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, soziale Gerechtigkeit und das Streben nach Gemeinwohl bilden seiner Ansicht nach „die Stabilität Europas”. Die Prinzipien der Solidarität und der Subsidiarität seien leitend für das politische Handeln auf kommunaler, nationaler wie auf europäischer Ebene und wesentlich von christlichen Gedanken geprägt. „Das christliche Erbe ist nicht nur eine schöne abendländische Erinnerung, sondern eine Aufforderung zur lebendigen Gestaltung Europas”, sagte Pöttering.

Christliche Haltungen seien „für das Zusammenleben und den Zusammenhalt” in der Gesellschaft und in Europa wichtig. Dazu gehörten „Hoffnung und Zuversicht, Offenheit, Dialogbereitschaft, Respekt und Achtung vor der Person des anderen”. Pöttering erklärte: „Es muss Möglichkeiten geben, sich in die politischen Debatten als Christen einzubringen und die Stimme der Christen in der pluralen Gesellschaft hörbar” zu machen. „Auf unserem europäischen Kontinent zwischen Atlantik und Ural, zwischen Nordkap und Mittelmeer, der heute mehr denn je durch eine plurale Kultur geprägt wird, wollen wir mit dem Evangelium für die Würde der Menschen als Gottes Ebenbild eintreten und als Kirchen gemeinsam dazu beitragen, Völker und Kulturen zu versöhnen.“

Der Europakongress unter dem Titel „Wie prägt Religion Europa?” in Paderborn ist Bestandteil des Europäischen Kulturerbejahres 2018. Der Kongress ist Teil des Projekts „Herkunft hat Zukunft“. Veranstalter ist das katholische Bonifatiuswerk, Schirrmherrin ist Staatsministerin Monika Grütters (CDU), die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Auf dem Kongress diskutieren Vertreter der drei monotheistischen Religionen über die Bedeutung von Religion und die gemeinsamen christlichen Wurzeln in Europa. Die Veranstaltung findet noch bis zum Freitag in Paderborn statt.

Von: Norbert Schäfer

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