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Pistorius: Zuflucht bei Gott gefunden

Der Sportler Oscar Pistorius ist wegen Mordes an seiner Freundin angeklagt. Bei der Verhandlung in Pretoria spielt auch die Religion eine Rolle.
Von PRO
Oscar Pistorius hat vor Gericht ausgesagt. Dabei spielte auch die Religion eine Rolle

Foto: Erik van Leuwen www.erki.nl / wikipedia / GNU

Oscar Pistorius hat vor Gericht ausgesagt. Dabei spielte auch die Religion eine Rolle
„Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um mich bei Ihnen für den Schmerz und die Leere zu entschuldigen, die ich über sie gebracht habe“, sagte Oscar Pistorius laut Medienberichten am Montag bei seiner Verteidigung zu den Verwandten des Opfers. Reeva Steenkamp. Seine Anwälte präsentierten den südafrikanischen Sportler als einen mitfühlenden, religiösen Mann, schreibt die Tageszeitung Die Welt. Dies widerspreche den Aussagen der Staatsanwaltschaft und einiger Zeugen, die ihn als cholerischen Waffennarr dargestellt hatten.

Ein Segen für mich

Religion kam zur Sprache, als Pistorius betonte, dass ihm eine gläubige Partnerin wichtig gewesen sei. Seine Freundin Reeva Steenkamp sei sehr gläubig und ein Segen für ihn gewesen. „Sie betete abends für mich“, zitiert Focus Online den Sportler, der während des Prozesses häufig geweint haben soll. Das vergangene Jahr sei sehr schwer für ihn gewesen, aber Gott habe ihm geholfen, das Jahr zu überstehen. Religion sei ihm sehr wichtig, sagte Pistorius. Diese habe ihm seine Mutter vermittelt, die starb, als Pistorius 15 Jahre alt war. Danach habe er vorübergehend an Gott gezweifelt. In dem Prozess wurde deutlich, in welch labilem psychischen Zustand sich Pistorius befinde. Er nehme Anti-Depressiva und habe massive Schlafstörungen.

Häufig Opfer von Gewalt

Pistorius kam mit einem Gendefekt auf die Welt. Im Alter von 11 Monaten wurden deswegen seine Beine unterhalb des Knies amputiert. Im Alter von 13 Monaten erhielt er seine ersten Prothesen. Als er sechs Jahre alt war, trennten sich seine Eltern, neun Jahre später starb seine Mutter. Sie habe ihm immer vermittelt, seine fehlenden Beine nicht als Behinderung wahrzunehmen. Pistorius machte in seiner Verteidigung deutlich, dass er im Laufe seines Lebens immer wieder selbst Opfer von Verbrechen wurde. Er geriet in die Schlagzeilen, als er 2012 als erster Leichtathlet ohne Beine an den Olympischen Spielen der Nichtbehinderten teilnahm. Bis zum Tod seiner Freundin am Valentinstag 2013 galt er für viele als Aushängeschild für die positiven Seiten Südafrikas. Die Anklage bestreitet Pistorius’ Argumentation und die seiner Anwälte, die argumentieren, dass er versucht habe, seine Freundin Reeva Steenkamp vor Einbrechern zu schützen, die er in seinem Haus vermutet hatte. Pistorius hatte nach dem Pathologen Jan Botha ausgesagt. Er beschäftigte sich mit der Frage, in welcher Reihenfolge die vier Schüsse abgefeuert wurden und ob dem Opfer Zeit blieb, sich erkenntlich zu zeigen. Auch hier gibt es widersprüchliche Aussagen. (pro)
Nelson Mandela: „Gigant des 20. Jahrhunderts“ (pro) https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/weltweit/detailansicht/aktuell/nelson-mandela-gigant-des-20-jahrhunderts-86959/
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