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Pietisten wollen Online-Aktivitäten ausweiten

Am Wochenende hat die pietistisch geprägte ChristusBewegung ihre Positionen zu den Kirchenwahlen in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg 2019 erarbeitet. Die Digitalisierung spielt dabei ein wichtige Rolle.
Von PRO
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Diakon Johannes Kuhn (links) und Pfarrer Tobias Schneider betreuen das Onlineprojekt „Bibelchecker"

Foto: Bibelchecker (Screenshot)

Diakon Johannes Kuhn (links) und Pfarrer Tobias Schneider betreuen das Onlineprojekt „Bibelchecker”

Am Samstag haben rund 50 ehrenamtliche Mitarbeiter und Synodale beim Forum Lebendige Gemeinde der württembergischen ChristusBewegung ihre Positionen für die 2019 anstehenden Kirchenwahlen in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg festgelegt. Eine wichtige Rolle soll dabei die Digitalisierung einnehmen. Dabei helfe der Blick über den Horizont der eigenen Ortsgemeinde hinaus enorm, für innovative Formen und neue Arbeitsfelder offen zu bleiben. Das hat das pietistisch geprägte Netzwerk innerhalb der Landeskirche in einer Pressemeldung am Montag mitgeteilt. Durch die Digitalisierung könnten Menschen auf ganz eigene Art angesprochen werden.

Auf Anfrage erklärte der Geschäftsführer der ChristusBewegung, Rainer Holweger: „Wir freuen uns, dass unsere Landeskirche hier Schwerpunkte setzt und sich viele aus dem Bereich des Pietismus in erster Reihe innovativ engagieren.” Als Beispiele für neue Ansätze bei den Digitalisierungs-Bemühungen nannte Holweger die Video-Formate „Das Bibel-Projekt“, „Eckstein Elementar“ sowie „die Bibelchecker“.

Alle drei Formate erklären in kurzen Filmen die Bibel und christliche Themen. Das Bibel-Projekt wird von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg maßgeblich gefördert. Der Theologe Hans-Joachim Eckstein hat ebenfalls einen eigenen Video-Blog eröffnet, in dem er allgemeinverständlich biblische Themen erläutert.

Online gemeinsam Bibel lesen

Das jüngste Projekt stellen die „Bibelchecker“ dar. Tobias Schneider, der Leiter der Missionarischen Dienste in der württembergischen Landeskirche, und Diakon Johannes Kuhn, Referent für Medienarbeit im Evangelischen Gemeinschaftsverband Württemberg, Die Apis, erläutern gemeinsam die Inhalte biblischer Texte. Grundlage ist jeweils ein Video des „Bibel-Projekts“.

„Mit den Angebot soll das gemeinsame Bibellesen in den Mittelpunkt gerückt werden”, erklärte Kuhn auf Anfrage. „Wir glauben, dass die Texte bis heute elementar wichtig sind und etwas mit unserem Leben zu tun haben. Wir wünschen uns, dass die Menschen wieder neu von Texten fasziniert werden. Und sich den Fragen stellen, die die Texte aufwerfen.“ Nutzer können dazu ihre Gedanken, Fragen und Erlebnisse in Form von Kommentaren auf der Webseite bibelchecker.de, Postings auf einer Facebookseite oder einem zugehörigen YouTube-Kanal einbringen.

„Am Ende von zwei Wochen treffen sich die Teilnehmer sonntagsabends um 19 Uhr zu einem Livestream bei YouTube, wo Fragen und Gedanken noch einmal vertieft werden.” Im Herbst wollen die Projektverantwortlichen nach der erfolgreichen Pilotphase gezielt Werbung machen. Holweger zufolge fördere die württembergische Landeskirche noch die Entwicklung eines innovativen Computer-Rollenspiel. Ebenso gebe es auf Antrag der Landessynode über das Evangelische Medienhaus in Stuttgart eine digitale Fassung des Kirchengesangbuches, das voraussichtlich ab 2019 zur Verfügung stehen soll.

Die ChristusBewegung Lebendige Gemeinde ist ein Netzwerk innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und verbindet eigenen Angaben zufolge Menschen aus Kirchengemeinden, Jugend- und Gemeinschaftsverbänden, Missionswerken und freien Initiativen. Die Wurzeln der ChristusBewegung liegen im Pietismus und der Erweckungsbewegung. Insgesamt organisieren 32 regionale Arbeitskreise Veranstaltungen in den Kirchenbezirken der württembergischen Landeskirche, darunter auch den traditionellen Christustag.

Von: Norbert Schäfer

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