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Philipp Mißfelder: Syrische Christen aufnehmen!

Vor allem Christen aus Syrien sollten nach Deutschland einreisen dürfen und Asyl bekommen. Das sagte Philipp Mißfelder, Obmann der CDU im Auswärtigen Ausschuss, gegenüber der Tageszeitung "Die Welt".
Von PRO

Foto: www.philipp-missfelder.de

Das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) schätzt, dass über 200.000 Syrer in die Nachbarländer Irak, Jordanien, Türkei und Libanon geflohen sind. Allein in der vergangenen Woche seien 30.000 Menschen aus Syrien geflohen. In Deutschland haben laut Innenministerium von Januar bis Juli diesen Jahres 2.2246 Syrer einen Asylantrag gestellt. Angesichts dessen haben sich Außenpolitiker aller Bundestagsfraktionen für die Aufnahme syrischer Flüchtlinge in Deutschland ausgesprochen.

"Große Sorgen macht mir die Lage der Christen in Syrien, da der Bürgerkrieg vor allem auch religiös motiviert ist", sagte Philipp Mißfelder der "Welt". "Deshalb sollte Deutschland an dieser Stelle eine Aufnahme von Flüchtlingen nicht ausschließen."

Auch Rainer Stinner (FDP) erklärte: "In Syrien gibt es eine humanitäre Katastrophe. Deutschland sollte Flüchtlinge aufnehmen." Auch der SPD-Obmann Rolf Mützenich sieht das so: "Moralisch wäre eine Aufnahme in Deutschland grundsätzlich geboten." Die Politikerin Kerstin Müller von "Bündnis 90 / Die Grünen" weist darauf hin, dass die meisten Flüchtlinge derzeit zwar in der Nähe ihrer Heimat bleiben und schnell in ihr Land zurückkehren wollten. "Aber Deutschland sollte angesichts der dramatischen humanitären Lage auch anbieten, selbst Menschen aus Syrien aufzunehmen, um die Anrainerstaaten zu entlasten", so Müller.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Ruprecht Polenz (CDU), möchte laut der "Welt" lediglich die Mittel für die Flüchtlingslager in Jordanien, Libanon, Irak und der Türkei weiter aufstocken. Deutschland übernimmt am 1. September den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat und damit besondere Verantwortung in der Syrien-Krise. (pro)

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