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Philipp Mickenbecker gestorben, Lieferkettengesetz verabschiedet, 97-Jährige sammelt Geld: Das war der Juni 2021

Philipp Mickenbecker erlag im Juni seiner schweren Krebserkrankung. Er wurde nur 23 Jahre alt. Ebenfalls im Juni legte eine 97-Jährige 100 Kilometer zu Fuß zurück, um so Spenden für ein Hilfswerk zu sammeln.
Von Martin Schlorke
Philipp Mickenbecker

Foto: PRO/Jörn Schumacher

Philipp Mickenbecker ist am 9. Juni an den Folgen seiner Krebserkrankung verstorben

Philipp Mickenbecker stirbt mit 23

Am 9. Juni verstarb Philipp Mickenbecker. Der 23-jährige erfolgreiche YouTube-Star starb an den Folgen einer Krebserkrankung. Der überzeugte Christ wurde gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Johannes mit dem Kanal „The real life guys“ bekannt, der mehr als eine Million Abonnenten hat. PRO-Redakteur Johannes Blöcher-Weil hatte die beiden Brüder ein Jahr zuvor besucht. Er schreibt: „Ich hatte das große Privileg, dass ich dies im September 2020 live und in Farbe erleben durfte. Viele andere können sich das klare Glaubensbekenntnis ‚nur‘ digital anschauen. Mit ihrem Kanal wollten sie Menschen motivieren, ihr Leben auszukosten. Das Ganze war Philipp Mickenbecker nur kurz gewährt. Gott hatte für Philipp Mickenbecker einen anderen Plan“.

Bundestag verabschiedet Lieferkettengesetz

Der Deutsche Bundestag hat mit den Stimmen der Regierungskoalition von CDU/CSU und SPD sowie von Bündnis 90/Grüne ein Lieferkettengesetz verabschiedet. FDP und AfD stimmten gegen den Gesetzesentwurf, die Linken-Fraktion enthielt sich der Stimme. Das Gesetz legt großen Firmen auf, die Einhaltung von Menschenrechten in ihren Lieferketten zu überwachen. Auch die Beachtung von Arbeits- und Umweltstandards bei Handelsbeziehungen mit Zulieferfirmen im Ausland müssen deutsche Unternehmen nun im Blick haben. Verstöße können ab 2023 mit Bußgeldern oder dem Ausschluss bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Gesetz tritt 2023 in Kraft und betrifft zunächst Unternehmen mit mehr als 3.000 Beschäftigten. Nach einem Jahr müssen sich dann auch Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigen an das neue Gesetz halten. Rund 3.000 Unternehmen wären dann in Deutschland von dem neuen Gesetz betroffen.

Ein Gesetz soll deutsche Unternehmen verpflichten, entlang ihrer Lieferketten Menschenrechtsverletzungen im Ausland zu verhindern Foto: Dominik Lückmann on Unsplash
Ein Gesetz soll deutsche Unternehmen verpflichten, entlang ihrer Lieferketten Menschenrechtsverletzungen im Ausland zu verhindern

Seniorin sammelt 56.000 Euro für christliches Hilfswerk

Die 97-jährige Marietheres Wübken ist ein Medienstar. Die Dame aus dem Münsterland hat im Juni mit ihrem Spenden-Marathon per Rollator für Furore gesorgt. Ende des Monats hatte sie schließlich ihr Ziel von 100 Kilometern geschafft. Die Dame aus Nottuln im Münsterland hatte bei Wind und Wetter Kilometer gesammelt, um eine christliche Hilfsorganisation, die in Malawi aktiv ist, zu unterstützen. Dank ihrer Sponsoren ist so eine Summe von 56.000 Euro zusammengekommen. Das ist etwa 30-mal so viel wie geplant: „Ich freue mich, dass ich am Ende meines Lebens noch ein bisschen was dazu beitragen kann, Gutes zu tun“, zitiert die Bild-Zeitung die Dame. Über das Geld durfte sich die Hilfsorganisation „Mary’s Meals“ freuen.

Mariethereses Wübken - 'Move for Meals Foto: pro/Jörn Schumacher
Die 97-jährige Seniorin Mariethereses Wübken hat 56.000 Euro Spenden gesammelt

EU-Parlament stimmt für Matić-Bericht

Zwei Jahre hat die politische Debatte um den Matić-Bericht gedauert. Im Juni hat dann das Europäische Parlament dem Entschließungsantrag zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit zugestimmt. Änderungsanträge von Abgeordneten der Fraktion der christdemokratischen Europäischen Volkspartei sowie von der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformisten fanden keine Mehrheit. Der Antrag sieht unter anderem Abtreibungen als Teil der Gesundheitsfürsorge von Frauen vor. Er fordert die EU-Mitgliedsstaaten dazu auf, Abtreibungen zu entkriminalisieren und Hindernisse dafür aus dem Weg zu räumen. Auch „bedauert“ er, dass in manchen Ländern Ärzte oder medizinische Einrichtungen von einer Gewissensklausel Gebrauch machten, was dazu führe, „dass die Betreuung eines Schwangerschaftsabbruchs aus religiösen oder Gewissensgründen verweigert wird“. Das wiederum gefährde Leben und Rechte der Frauen. Darüber hinaus spricht sich der Bericht gegen Genitalverstümmelungen bei Mädchen, Zwangsverheiratungen und Kinderehen aus.

EU-Parlament Foto: Tim Reckmann | CC BY 2.0 Generic
Das EU-Parlament hier in Brüssel hat sich diese Woche mit dem Matić-Bericht befasst – und ihn angenommen
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