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Pfarrerin im SPD-Kompetenzteam

Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat die Präsidentin der Hilfsorganisation Brot für die Welt, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, in sein Kompetenzteam  berufen. Darauf reagierte der FDP-Politiker Pascal Kober. Er sieht eine „parteipolitische Schlagseite” der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Von PRO

Foto: Brot für die Welt

Füllkrug-Weitzel soll künftig für den Bereich Entwicklungspolitik im Team Steinbrücks verantwortlich sein. Das gab die SPD am Montag in Berlin bekannt. Füllkrug-Weitzel ist seit 2012 Präsidentin von „Brot für die Welt” und damit auch verantwortlich für die Diakonie Katastrophenhilfe. Seit 2009 ist sie SPD-Mitglied.

Kurz nach Bekanntgabe ihrer Berufung ins SPD-Kompetenzteam verlangte der FDP-Abgeordnete Pascal Kober, Füllkrug-Weitzel solle ihr Amt als Pfarrerin ruhen lassen. Kober, der selbst Pfarrer und für die Zeit seines Mandats freigestellt ist, verlangte am Montag eine umgehende Beurlaubung Füllkrug-Weitzels bis zur Bundestagswahl. Dies gelte „im Allgemeinen auch für Pfarrerinnen und Pfarrer, die für den Bundestag kandidieren”, argumentierte er.

„Allgemein stimmt bedenklich, dass die Evangelische Kirche in Deutschland unter ihren Führungspersönlichkeiten niemanden hat, der sich zur bürgerlichen Mitte zugehörig fühlt”, kritisierte Kober, und weiter: „Diese parteipolitische Schlagseite der EKD entspricht aber nicht ihrer Mitgliederstruktur, die politisch und theologisch wesentlich breiter verankert ist.”

Der Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung, Johannes Stockmeier gratulierte Füllkrug-Weitzel am Montag zu ihrem neuen Amt: "Es ist ein Zeichen für die hohe fachliche Kompetenz der Präsidentin von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst und eine Anerkennung, die sie sich weit über den Bereich der Kirche hinaus erworben hat." Die EKD wollte am Montag auf Anfrage von pro nicht auf die Vorwürfe Kobers reagieren, dem Evangelischen Pressedienst (epd) erklärte der Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider: "Es ist gut, dass wir im Raum der evangelischen Kirche kompetente Menschen haben, die auch bereit sind, Verantwortung in der Politik zu übernehmen." (dpa/pro)

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