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Pfarrer fordert: Urlaub ohne Diensthandy

Noch schnell eine E-Mail und nur noch eine SMS: Mit dem Smartphone lässt es sich auch vom Rand des Swimmingpools weiterarbeiten – leider oft auf Kosten des Familienlebens und der Gesundheit. Ein Wiesbadener Pfarrer hat deshalb einen ungewöhnlichen Aufruf gestartet.

Von PRO

Foto: Chad McDermott/fotolia

Erreichbarkeit rund um die Uhr, selbst jetzt in der Ferienzeit: Für viele Menschen ist das Diensthandy zum ständigen Begleiter geworden. Eine Entwicklung, die der evangelische Wiesbadener Stadtkirchenpfarrer Jeffrey Myers mit Sorge betrachtet. Deshalb hat er dazu aufgerufen, die Mobiltelefone im Urlaub zuhause zu lassen. „Ich will die Menschen dazu anregen, darüber nachzudenken, ob sie ihr Diensthandy wirklich brauchen im Urlaub”, sagte der 60-Jährige der Nachrichtenagentur dpa.

„Nur Gott ist 24 Stunden erreichbar”

Er selbst habe sein Handy auch nicht immer an, ergänzte Myers. In den Urlaub nehme er zwar eines mit – für den Notfall. Anschalten werde er das Gerät aber nur ab und zu. „Nur Gott ist 24 Stunden erreichbar, ich muss das nicht sein”, sagte Myers. Bisher habe er gute Reaktionen auf seinen Aufruf erhalten: „Viele Menschen haben sich bedankt und gesagt, dass sie ihr Handy vielleicht in der Schublade lassen.”

Auf die Idee zum Aufruf sei er gekommen, als er gelesen habe, dass vor 40 Jahren das erste Mal mit einem Handy telefoniert worden sei. „Heute sind wir Gefangene von Handys und denken, jederzeit erreichbar sein zu müssen, gerade die Arbeitnehmer.” Deshalb habe er beschlossen, die Menschen dazu aufzufordern, ihre Diensthandys in der Urlaubszeit bei ihm abzugeben – wer das tut, bekommt obendrein noch einen Reise-Segen mit auf den Weg. „Die Menschen sollen nachdenken, inwieweit sie ihr Leben von ihrem Handy bestimmen lassen”, sagte er. (dpa/pro)

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