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Peter Tauber beendet seine politische Karriere

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Tauber will seine politische Karriere beenden. Das teilte der 46-Jährige in einem Schreiben an die Mitglieder seines hessischen Wahlkreises mit.
Von PRO
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Peter Tauber (46) zieht sich aus der Politik zurück. Foto: Tobias Koch
Peter Tauber (46) zieht sich aus der Politik zurück.

Peter Tauber war von 2013 bis 2018 Generalsekretär der CDU. Seit März 2018 ist er Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung. In einem Schreiben an die Mitglieder seines hessischen Wahlkreises Main-Kinzig – Wetterau II – Schotten teilte der gebürtige Frankfurter mit, er sehe seine Zukunft nicht mehr in der Politik und werde zur Bundestagswahl 2021 nicht mehr kandidieren.

Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) gab Tauber „persönliche und familiäre Gründe“ für diese Entscheidung an. „Dabei spielen nicht nur meine gesundheitliche Situation, sondern auch die Vorstellung, noch einmal neue berufliche Herausforderungen zu suchen und anzunehmen, eine Rolle“, schreibt Tauber weiter. Die Familie bedeute ihm viel, und seinen Lebensmittelpunkt sehe er eher im hessischen Gelnhausen als in Berlin. Der CDU bleibe er weiter verbunden, und er wolle sich auch bei der bevorstehenden hessischen Kommunalwahl einbringen, so Tauber.

Im Jahr 2017 zwang ihn eine schwere Darmerkrankung dazu, seine Arbeit in der Politik ruhen zu lassen. In dem Buch „Du musst kein Held sein“ schreibt der Politiker über diese Zeit. Dabei wird deutlich, dass sich seine Beziehung zu Gott wie ein roter Faden durch sein Leben zieht. An vielen Stellen im Buch greift er das Christliche seiner Partei auf. Dieses sei die „entscheidende Koordinate in der Union“. In einem Kapitel widmet er sich beispielsweise dem Thema Abtreibung. Als Christ könnten ihn 100.000 Abtreibungen pro Jahr in Deutschland nicht kalt lassen. Auch wenn die CDU an der geltenden gesetzlichen Regelung bisher keine Änderungen vorgenommen habe, sei bereits eine Diskussion über Lebensschutz gut für die Gesellschaft.

„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur“

Als Tauber durch die Erkrankung im Herbst 2017 schließlich an seine Grenzen stieß und mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen musste, erlebte er nach eigener Aussage den Glauben auf eine neue Art. „In Krisenzeiten wird einem der Glaube nochmals anders wichtig“, schreibt er. „Auch vorher habe ich einigermaßen regelmäßig gebetet, meistens aus Dankbarkeit. Ich kannte dieses Gefühl der Verzweiflung gar nicht.“

Im Interview von pro sagte Tauber im Mai, er habe die Situation Gott anbefohlen. „Das war in dem Moment ein sehr gutes Gefühl. Ich habe natürlich weitergebetet – aber nicht mehr oder anders als sonst. Besonders sind mir in dieser Zeit ein Morgen- und ein Abendgebet Luthers oder Lieder von Paul Gerhardt wichtig geworden.“ Weiter sagte Tauber, für ihn sei Gott wie ein Vater, dem er alles anvertrauen könne, dem er aber dennoch auch mit Respekt begegne. „Beten ist nicht einfach wie ein Gespräch mit einem guten Freund. Vielmehr wende ich mich respektvoll und mit einem gewissen Abstand an den Höchsten. Das kommt in der Sprache Luthers zum Ausdruck. Ich will aufschauen zu Gott.“

Als Bibelvers, der ihm besonders wichtig ist, nannte Tauber im Interview 2. Korinther 5,17: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ Tauber: „Ich finde diesen Satz sehr hoffnungsmachend. Ich mache jeden Tag viele Dinge falsch, aber ich kann jeden Tag wieder neu anfangen. Morgen kann ich es vielleicht richtig oder besser machen. Das finde ich sehr befreiend.“

Von: Jörn Schumacher

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