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Peter Maffay für Kampf gegen Antisemitismus ausgezeichnet

Der Sänger Peter Maffay ist am Sonntag mit der Buber-Rosenzweig-Medaille der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ausgezeichnet worden. Zur Begründung hieß es, Maffay trete gegen Antisemitismus und Rassismus ein.
Von Jörn Schumacher
Peter Maffay

Foto: Frank Schwichtenberg

Mit der Medaille der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ausgezeichnet: der Sänger Peter Maffay

Der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit verlieh die Medaille am Sonntag im Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen. Damit wurde zugleich die jährlich ausgetragene „Woche der Brüderlichkeit“ eröffnet.

Peter Maffay habe im Dialog der Kulturen und Religionen mit unbequemen Fragen bequem gewordene Antworten erschüttert und damit wichtige Anstöße gegeben, hieß es laut einem Bericht des Evangelischen Pressedienstes (epd) zur Begründung weiter. Maffay trete als Musiker mit großem sozialem Engagement, Einsatz für Versöhnung und Toleranz auf. Wie die Deutsche Welle berichtet, nannte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet in seiner Laudatio den Sänger einen „Botschafter der Völkerverständigung“, der vor allem jüngere Menschen anzusprechen wisse.

Maffay selbst hob hervor, dass dem demokratischen Gemeinwesen zu verdanken sei, dass man keine Angst zu haben brauche, seine Meinung frei zu äußern. Dies sei nur in wenigen Gesellschaften der Welt möglich, sagte der Musiker. Der Sänger, Komponist und Musikproduzent wurde 1949 in Rumänien geboren, wurde als Schlagersänger bekannt und machte später vermehrt Rock- und Popmusik. Er gehört zu den erfolgreichsten Künstlern in den deutschen Charts. Maffay ist zudem Miterfinder der Zeichentrickfigur Tabaluga.

Der Rat der Gesellschaften für Christlich-jüdische Zusammenarbeit verleiht jährlich die Buber-Rosenzweig-Medaille an Persönlichkeiten, Initiativen oder Einrichtungen, die sich um die Verständigung zwischen ethnischen und religiösen Gruppen verdient gemacht und einen Beitrag für die christlich-jüdische Zusammenarbeit geleistet haben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören der frühere Präses der Evangelischen Kirche, Nikolaus Schneider, der iranisch-deutsche Schriftsteller Navid Kermani, der Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt sowie die ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker und Johannes Rau. Die Medaille erinnert an die jüdischen Philosophen Martin Buber und Franz Rosenzweig.

Die „Woche der Brüderlichkeit“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Angst überwinden – Brücken bauen“. Das Thema greife „die aktuellen, begründeten und diffusen Bedrohungen und Ängste in der Gesellschaft auf“, erklärten die Veranstalter. Bis zum 18. März soll es Veranstaltungen in ganz Deutschland zu diesem Thema geben.

Von: Jörn Schumacher

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