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Papst soll Frauen glücklich machen

Ab Mittwoch ist in Deutschland eine Zeitschrift erhältlich, die sich ganz und gar dem katholischen Kirchenoberhaupt widmet. „Mein Papst“ richtet sich an Frauen ab 40 und bietet Exklusivbilder, Kochtipps und Kreuzworträtsel.
Von PRO
„Mein Papst” richtet sich an Frauen ab 40 Jahren

Foto: Panini

„Mein Papst” richtet sich an Frauen ab 40 Jahren
Ein bisschen schräg ist das schon. Da entscheidet sich der Verlag Panini – ja, der mit den Klebesammelheften – dafür, eine Illustrierte über Papst Franziskus in Deutschland herauszubringen. Sie soll den Pontifex „authentisch“ zeigen, „volksnah und bescheiden“, wie es in einer Ankündigung heißt. Und dann feiert das am 18. März erstmals erscheinende Heft das Kirchenoberhaupt mit Bildern aus seiner Kindheit, Postern zum Aufhängen und den schönsten Papst-Zitaten. Man darf sich fragen, ob das Franziskus selbst gefallen würde. Für Panini ist indes wichtiger, ob es beim Publikum ankommt. 250.000 Exemplare des 72-Seiten-Magazins lässt der Verlag nun monatlich drucken. 1,80 Euro soll es kosten und an Frauen ab 40 gerichtet sein. Entsprechend platziert Panini es in Kiosken gleich neben Zeitschriften wie „Bild der Frau“ oder „Die Aktuelle“. Genauso wirkt „Mein Papst“ auch: Nicht zu dick, großformatige Fotos mit leicht eingängigen Bildunterschriften, kurze Texte unter Überschriften wie „Hier kauft Papst Franziskus seine Berufsbekleidung“ oder „Der Papst in Nahaufnahme“. Dazu gibt es Reisetipps für Rom und den Vatikan, eine Vorausschau auf die Ostermesse, Rezepte von Speisen, die auch Franziskus selbst aufgetischt werden und Kreuzworträtsel mit Chance auf tolle Preise. Zu Gewinnen gib es nicht etwa ein Meet and Greet sondern, ganz unpäpstlich, bares Geld. Und wer dann immer noch nicht genug hat, kann noch einen Blick in die 52-Quadratmeter-Wohnung des Chefs der Katholiken werfen – was will das weibliche Christenherz mehr? Jenseits allen Schmunzelns, zu dem „Mein Papst“ anregen mag, muss aber auch gesagt sein: Anderswo ist das Heft schon jetzt erfolgreich. In Italien nämlich erscheint „Il mio Papa“ seit einem Jahr im Verlag Mondadori. Dort ist es sogar wöchentlich für 50 Cent zu haben. Spiegel Online schrieb in einer Rezension, das Heft erinnere an das deutsche Jugendmagazin Bravo. Tatsächlich trifft das auch auf „Mein Papst“ zu: Postkarten zum Heraustrennen, ein Poster in der Mitte, lustige Fotos von windigen Tagen, an denen es Franziskus das Gewand ins Gesicht weht. Fehlt nur noch der Starschnitt in Lebensgröße für die Wand. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/journalismus/detailansicht/aktuell/der-papst-ungefiltert-90800/
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/papst-wird-loewe-89296/
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/detailansicht/aktuell/papst-ja-kirche-nein-88219/
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