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Pakistan verbannt christliche Sender von der Bildfläche

Pakistan hat elf christliche TV-Stationen vom Bildschirm verbannt. Das meldet das Online-Portal der Christian Post.
Von PRO
In Pakistan sollen bald alle christlichen TV-Stationen nicht mehr zu empfangen sein

Foto: Ruddington Photos/flickr

In Pakistan sollen bald alle christlichen TV-Stationen nicht mehr zu empfangen sein

Die zuständige Regulierungsbehörde in Pakistan hat verboten, christliche Inhalte zu senden. Christliche Botschaften soll es in Zukunft nur noch an Weihnachten und Ostern geben. In Pakistan leben zirka 2,8 Millionen Christen, die die christlichen Sender 25 Jahre nutzen konntenDie Regulierungsbehörde habe die christlichen Kanäle nun für illegal erachtet und werde gegen Anbieter hart vorgehen, die sich dem widersetzen. Mindestens sechs Kanäle haben ihre Arbeit laut Christian Post bereits gestoppt. Dazu gehören der älteste christliche Sender Isaac TV sowie Catholic TV. Bis auf zwei Sender arbeiten alle von außerhalb Pakistans.

„Uns steht eine schwierige Zeit bevor“

Der Gründer von Catholic TV, Morris Jalal, sieht die Zukunft kritisch: „Es ist eine sehr schwierige Zeit für uns. Wir wollen eigentlich nur unsere eigene Zielgruppe erreichen, die von den übrigen Sendern ignoriert werden.“ Gegenüber der britischen Zeitung Daily Express sagte er: „Als Bürger des Landes haben die Christen das Recht, ihre Religion auszuüben.“ Es sei problematisch, wenn das nicht gewährleistet werde: „Wenn jemand das fundamentale Recht der Glaubensfreiheit verbannt, ist das Christenverfolgung.“
Saleem Iqbal, Geschäftsführer von Isaac TV, hofft, dass die Christen in Pakistan ihre Inhalte über das Internet schauen können: „Wir können die Menschen nur darum bitten, uns weiter im Internet zu schauen“, sagte er der Nachrichtenplattform AsiaNews. „Viele Menschen sind leidenschaftliche Nutzer unseres Kanals, der von Hong Kong aus ausgestrahlt wird. Die Verbannung wird uns nicht stoppen“, hofft er.
Der asiatische Staat Pakistan ist eng mit der Geschichte von Asia Bibi verbunden. Sie war 2010 nach einem Streit mit muslimischen Nachbarinnen wegen Blasphemie angezeigt worden, weil sie Mohammed beleidigt haben soll. Die Mutter von fünf Kindern hat stets ihre Unschuld beteuert. (pro)Halbe Million Unterstützer: Petition zur Freilassung von Asia Bibi (pro)
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