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Pakistan ehrt deutsche Lepra-Ärztin mit Gedenkmünze

Knapp 60 Jahre lang hat Ruth Pfau Leprakranke in Pakistan behandelt und erfolgreich dazu beigetragen, die Krankheit in dem Land unter Kontrolle zu bekommen. Am Dienstag ist die verstorbene Ärztin als fünfter Mensch in der pakistanischen Geschichte mit einer Gedenkmünze geehrt worden.
Von PRO
Ruth Pfau verstarb 2017 im Alter von 87 Jahren. Bücher von ihr und über ihr Leben, etwa „Leben ist anders“, erschienen im Herder-Verlag,

Foto: Herder-Verlag

Ruth Pfau verstarb 2017 im Alter von 87 Jahren. Bücher von ihr und über ihr Leben, etwa „Leben ist anders“, erschienen im Herder-Verlag,

Ruth Pfau (1929-2017), eine römisch-katholische Ordensfrau und Lepra-Ärztin, wurde am Dienstagabend als fünfter Mensch in Pakistan mit einer Gedenkmünze geehrt. Die Vorderseite der Kupfer-Nickel-Münze zeigt ein Porträt der bereits verstorbenen Ärztin. Die pakistanische Nationalbank SBP teilte mit, dass die Münze im Wert von 50 Rupien (etwa 35 Cent) seit Mittwoch erhältlich sei. „Wir können ihr mit keiner Zahl von Preisen und Anerkennungen die außergewöhnlichen Dienste für unser Land vergelten“, so der SBP-Gouverneur Tariq Bajwa während der Präsentation.

Pfau, die im Alter von 87 Jahren gestorben war, hatte als junge Frau in einem Armenviertel der Millionenstadt Karachi zum ersten Mal Menschen getroffen, die an Lepra litten – eine chronische Infektionskrankheit, die unter anderem Haut und Nerven angreift. Ihre ersten Patienten behandelte sie in einer Bretterbude. Spenden aus Deutschland ermöglichten den Bau eines Krankenhauses, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Daraufhin gründete die gebürtige Leipzigerin das Marie-Adelaide-Lepra-Zentrum, welches sie bis 2013 leitete. Ihre Zimmer in dem Krankenhaus in Karachi wurden kürzlich zu einem Museum. Nach ihrem Tod ließ Pakistan die Ordensfrau mit einem Staatsbegräbnis beisetzen und ehrte sie zudem mit einer Briefmarke.

Von: Elice Murach

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