Beim Kauf von Spielzeug wird es für Eltern immer wichtiger, auch auf die digitalen Funktionen zu achten

Beim Kauf von Spielzeug wird es für Eltern immer wichtiger, auch auf die digitalen Funktionen zu achten

Warnung vor fremdgesteuertem Spielzeug

Fremde greifen per drahtloser Verbindung auf Spielzeug zu, um Kinder aufzufordern, die Haustür zu öffnen. Vor dieser Gefahr warnt der TÜV-Geschäftsführer Joachim Bühler und fordert gesetzlichen Schutz.

Bei der Digitalisierung der Kinderzimmer durch Smartphones und Tablets sieht der Geschäftsführer des Verbandes des Technischen Überwachungsvereins (TÜV e.V.), Joachim Bühler, Gefahren für Familien. Er beschreibt in einem Interview der Tageszeitung Die Welt das Schreckensszenario, dass sich Fremde über die Technik Zugriff auf das Spielzeug der Kinder verschaffen könnten. Das gehe bereits über eine drahtlose Bluetooth-Verbindung, die nicht passwortgeschützt sei. Menschen von außerhalb könnten so Puppen manipulieren, sie Kinder auffordern lassen, die Haustür zu öffnen.

Bisher gebe es nur eine europäische Spielzeug-Richtlinie, die sich um Farbstoffe oder die Beschaffenheit von Spielzeug kümmere. Die Richtlinie sei zu einer Zeit erarbeitet worden, als die digitale Gesellschaftsentwicklung noch nicht abzusehen war. Deshalb fordert Bühler jetzt eine verpflichtende Drittprüfung und gesetzlichen Schutz.

Als Vorbild nennt der TÜV-Geschäftsführer die USA: Dort gebe es bereits eine verpflichtende Drittprüfung durch unabhängige Organisationen. Produktrückrufe seien um 90 Prozent zurückgegangen. Deutschen Eltern rät Bühler, Geräte und Spielzeuge zu kaufen, die Verschlüsselungssoftware erlauben und bei denen sich Passwörter einrichten lassen.

Von: Michael Müller

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