Acht Projekte wurden mit dem Dieter-Baacke-Preis ausgezeichnet

Acht Projekte wurden mit dem Dieter-Baacke-Preis ausgezeichnet

Projekt für Medienwahlkampf gewinnt Sonderpreis

Das Pädagogik-Projekt „TRUMP IT!“ hat einen Sonderpreis bei der Dieter-Baacke-Preisverleihung erhalten. In einer anderen Kategorie ging der Preis für Medienpädagogik an das „Smart“phone Projekt.

Das Projekt TRUMP IT! hat einen Sonderpreis bei der Dieter-Baacke-Preisverleihung erhalten. In der Initiative zum Thema Medienwahlkampf lernen die Schüler innerhalb einer Woche wichtige Stationen des Wahlkampfes kennen. Das medienkritische Projekt vom Institut Jugend Film Fernsehen Berlin-Brandenburg verbindet politische Bildung und Medienpädagogik miteinander. Es greift unter anderem die Rolle von Populismus und Fake News auf und lässt die Schüler den Weg von der Parteigründung bis zur Wahl durch die aktive Inszenierung miterleben. Das Projekt erhielt dieses Jahr erstmalig einen Sonderpreis in der Kategorie „Projekte zum jährlichen Sonderthema 2017 – Medienkritik“.

„Smarter“ Umgang mit aktuellen Medien

In der Kategorie „Projekte von und mit Jugendlichen“ war das Abenteuer-Rätsel-Projekt der Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle (SAEK) Leipzig erfolgreich. Verschiedene Aufgaben fördern die Verknüpfung von Medienkompetenz und spielerischen Elementen. Dabei können Kinder und Jugendliche bei medienpädagogischen Aufgaben kreativ werden.

Als „Projekt mit besonderem Netzwerkcharakter“ ist die Initiative „Smart“phone der Bremischen Landesmedienanstalt und „ServiceBureau Jugendinformation“ ausgezeichnet worden. Eine ganze Schule inklusive Eltern arbeitet an einem kompetenten und selbstreflektierten – „smarten“ – Umgang mit Smartphones.

Außerdem erhielt das Institut für Erziehungswissenschaft in Mainz mit den Medientagen für Dritt- und Fünftklässler eine Auszeichnung in dieser Kategorie. Die Studenten vermitteln den Kindern, aber auch Eltern und Lehrern mithilfe von Workshops breitgefächert Themen wie virtuelle und reale Kommunikation, Apps, Cybermobbing, Hate Speech, Fake News, Soziale Netzwerke sowie Datenschutz und Datensicherheit.

Förderung von Behinderten und Flüchtlingen

Den Preis in der Kategorie „Intergenerative und integrative Projekte“ erhielt der Verein „EigenSinn“ aus Bielefeld. Dieses Projekt nimmt Jugendliche mit körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen in den Blick. Ziel ist es, mit einer speziell entwickelten Methodik einen risikoarmen und chancenreichen Umgang mit dem Internet zu vermitteln.

Der Offene TV-Kanal Bielefeld bekam mit seinem Filmprojekt über Integration den Preis für die Kategorie „Interkulturelle und internationale Projekte“. Das Magazin „Young Refugees TV“ verknüpft die Vermittlung von filmischen Kompetenzen und Bildungsaspekten. Junge Asylbewerber bekommen die Gelegenheit, das Leben in Deutschland aus ihrer Sicht zu beschreiben. Die Redaktion von Begin your Integration ermöglicht, dass Deutschmuttersprachler und Flüchtlinge gemeinsam Projekte entwickeln können und dadurch die Sprachentwicklung von Flüchtlingen gefördert wird.

Die Welt entdecken

Die Auszeichnung für die Kategorie „Projekte von und mit Kindern“ erhielten gleich zwei Projekte. Das Medienatelier in der Kita Colorito in Kiel lädt die Kinder dazu ein, die Welt anhand von verschiedenen Medien zu entdecken. Zugleich dient das Atelier als Ort, sich kreativ auszudrücken und zu experimentieren. Auf der medienpädagogischen Spielwiese der Zukunftswerkstatt Dresden können sich Grundschulkinder durch Medien wie Internet, Foto, Film und Trickfilm ausprobieren. Zugleich können sie das Wissen, das sie sich angeeignet haben, an andere Kinder weitergeben.

Der Dieter-Baacke-Preis ist nach dem früheren Bielefelder Pädagogikprofessor Dieter Baacke und Vorsitzenden der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) benannt, der 1999 verstarb. Mit dem Preis zeichnen die GMK und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend seit 2001 herausragende medienpädagogische Projekte außerschulischer Träger oder Kooperationen mit Schulen aus. Der Preis ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert.

Von: Jennifer Adam

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