Kinder kennen sich mit der Bedienung von digitalen Medien wie Smartphones oft besser aus als Erwachsene, zeigt die Studie
Kinder kennen sich mit der Bedienung von digitalen Medien wie Smartphones oft besser aus als Erwachsene, zeigt die Studie

Studie: Kinder sprechen weniger, schreiben aber mehr

Jugendliche telefonieren kaum noch, schreiben dafür aber mehr Textnachrichten. Sechsjährige kennen sich mit der Funktionsweise digitaler Medien genauso gut aus wie 45-Jährige.

Unter den 12- bis 15-Jährigen kommunizieren 94 Prozent fast ausschließlich über Textnachrichten wie WhatsApp und SMS, oder über soziale Netzwerke. Nur drei Prozent von ihnen tätigen noch Telefonanrufe. Britische Erwachsene telefonieren hingegen gern: Ein Fünftel der Zeit, die sie der Kommunikation mit anderen widmen, verbringen sie am Telefon. Zwar nutzen sie auch digitale Textnachrichten, schreiben dann aber häufig eine E-Mail. Darauf verwenden sie ein Drittel ihrer Kommunikationszeit. 12- bis 15-Jährige verbringen nur zwei Prozent dieser Zeit mit dem Schreiben von E-Mails. Das fand eine Studie des britischen Office of Communication (Ofcom) heraus. Sogar im Vergleich zu den 16- bis 24-Jährigen entwickelten diese Teenager völlig andere Gewohnheiten der Kommunikation, heißt es in der Studie, für die 800 britische Kinder und 2.000 Erwachsene befragt wurden. Ofcom ermittelte einen „digitalen Quotienten“, an dem sich Selbstvertrauen in Kommunikationstechniken und das Wissen darüber messen lassen. Sechsjährige hätten demnach ein ebenso gutes Verständnis für digitale Kommunikation wie 45-Jährige.

Ofcom fand ebenfalls heraus, dass der durchschnittliche britische Erwachsene 20 Minuten mehr auf Medien oder Kommunikation verwendet als auf das Schlafen: Acht Stunden und 41 Minuten im Gegensatz zu acht Stunden und 21 Minuten. Da jedoch viele Aufgaben parallel erledigt würden und gleichzeitig abliefen, betrage die totale Dauer der Mediennutzung und Kommunikation mehr als elf Stunden pro Tag. Das seien zwei Stunden mehr als noch im Jahr 2010.

Bücher weiterhin beliebt

In 44 Prozent der britischen Haushalte gibt es einen Tablet-Computer. Damit kletterte die Zahl um ein Doppeltes. Außerdem nutzen junge Erwachsene ihr Smartphone täglich mehr als dreieinhalb Stunden. Innerhalb von einer Stunde und 22 Minuten gebrauchen sie es fast dreimal, fand die Studie heraus.

Obwohl die Nutzung digitaler Medien weiter ansteigt, halten viele ebenso an nicht-digitalen Medien wie Büchern, CDs oder DVDs fest. Bücher sind dabei das beliebteste Medium. 84 Prozent der britischen Erwachsenen besaßen Anfang dieses Jahres eine große Anzahl Bücher. Im Jahr 2005 waren es 93 Prozent. Die Größe einer Büchersammlung beträgt im Durchschnitt 86 Bücher.

Die Büchersammlungen bei Älteren sind größer als bei Jüngeren. 118 Bücher besitzen durchschnittlich die 55- bis 64-Jährigen. 16- bis 24-Jährigen gehören in etwa 50 Bücher. (pro)

Von: sz

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