Der Dieter Baacke Preis der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird an herausragende medienpädagogische Projekte verliehen
Der Dieter Baacke Preis der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird an herausragende medienpädagogische Projekte verliehen

Für medienpädagogische Projekte: Dieter Baacke Preis verliehen

Die Preisträger des diesjährigen Dieter Baacke Preises stehen fest. Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird in vier verschiedenen Kategorien verliehen. Preiswürdig sind herausragende medienpädagogische Projekte.

In diesem Jahr stehen kreative Internetplattformen für Kinder, Medienprojekte als Mittel interkultureller Begegnung, ein Medienmobil im ländlichen Raum und eine von jugendlichen organisiertes Computerspiel-Camp im Mittelpunkt der Auszeichnungen, teilte die GMK mit. „Die Förderung von Medienkompetenz muss an Schulen und in der außerschulischen Jugendarbeit einen festen Platz haben“, sagte Thomas Thomer vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf der Preisverleihung.

In der Rubrik „Projekte von und mit Kindern“ gewann das Projekt „m³ multimediamobil – Medienkompetenz für junge Menschen im Land Brandenburg“ vom Förderverein für Jugend und Sozialarbeit, Potsdam. Das Multimediamobil bringe kreative Medienprojektarbeit in ländliche Regionen Brandenburgs und fördere Kinder und Jugendliche auch in kritisch-analytischer Medienkompetenz, teilte die Jury mit. Ebenfalls 1.500 Euro gewann das Projekt „Ohrenspitzer“ von der Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest, Ludwigshafen. Kinder sollen hier Hörmedien „ganzheitlich“ erfahren, indem sie selbst Hörspiele anfertigen.

Webseiten zu Computerspielen, Antisemitismus und Rechtsextremismus

Bei den Projekten „von und mit Jugendlichen“ gewann das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro das „Gamescamp“, ein Barcamp zu Computerspielen vom LVR-Zentrum für Medien und Bildung, Düsseldorf. Das Archiv der Jugendkultur in Berlin gewann das Preisgeld in der selben Höhe für das Projekt „New Faces“, das sich mittels Kultur und Medien gegen Antisemitismus einsetzt. In jugendkulturellen, medienpädagogischen Workshops erarbeiten dabei Jugendliche zusammen mit jungen Israelis Projekte zum Thema Antisemitismus und interkulturelle Verständigung.

Die Fotocommunity www.knipsclub.de für Kinder von acht bis zwölf Jahren gewann in der Rubrik „Projekte mit besonderem Netzwerkcharakter“. Auf der Plattform des Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in München können Kinder in einem werbefreien Rahmen ihre eigenen Fotos veröffentlichen und sich austauschen. Sie lernen zugleich den Umgang mit Persönlichkeitsrechten, Urheberrechten und die sichere Nutzung von Sozialen Netzwerken kennen.

Dasselbe Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro erhielt das Projekt KameraKinder NRW vom jfc Medienzentrum in Köln. Es ist eine landesweite Initiative, die kulturelle Medienbildung und Kreativitätsförderung mit sicherer Netzwerk- und Plattformnutzung verbindet.

Die Webseite no-nazi.net von der Amadeu-Antonio-Stiftung in Berlin tritt als „Soziales Netzwerk ohne Nazis“ auf und wurde von der Jury besonders lobend erwähnt. Darin tauchen sich Jugendliche mit Videos, Umfragen im eigenen Blog oder Facebook-Einträge über die Themen Rechtsextremismus, Demokratie, Vorurteile, Menschenrechte und Meinungsfreiheit aus. Ebenso bedachte die Jury die Selbstschutzplattform von Jugendlichen für Jugendliche www.juuuport.de mit einer besonderen Erwähnung. Die Niedersächsische Landesmedienanstalt rief dieses Portal ins Leben, auf dem Jugendliche anderen Jugendlichen gegen Abzocke und Mobbing im Internet helfen können.

Seit 2001 verleihen das Bundesfamilienministerium und die GMK die Auszeichnung für herausragende medienpädagogische Arbeit, um Kindern und Jugendlichen einen kreativen, kritischen Umgang mit Medien zu vermitteln. Der Dieter Baacke Preis richtet sich an Projekte außerschulischer Träger. Benannt ist er nach dem 1999 verstorbenen Professor für Pädagogik an der Universität Bielefeld. Baacke (1934-1999) war Vorsitzender der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur. (pro)

Von: js

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