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Open-Doors-Tag online

Die christliche Hilfsorganisation „Open Doors“ hielt am Samstag wie geplant ihre Tagung über das Internet ab. Mehrere Redner berichteten von ihren eigenen Erfahrungen, als Christ in einem Land zu leben, in dem es wenig oder gar keine Religionsfreiheit gibt, teilweise waren sie per Video-Übertragung dazugeschaltet.
Von Jörn Schumacher
Pastor Abdallah aus Aleppo war einer von mehreren Rednern, der beim Open Doors-Tag am Samstag vom Leben verfolgter Christen berichtete

Foto: Open Doors

Pastor Abdallah aus Aleppo war einer von mehreren Rednern, der beim Open Doors-Tag am Samstag vom Leben verfolgter Christen berichtete

Der Open-Doors-Tag fand wie geplant auch in diesem Jahr statt. Wegen der Coronakrise musste die Veranstaltung allerdings ausschließlich als Video-Stream übertragen werden, es gab eingebundene Videos auf der Webseite von Open Doors, bei YouTube, Facebook und Instagram. Darüber hinaus wurde der Open-Doors-Tag auf BibelTV ausgestrahlt.

Zu Beginn der Veranstaltung würdigten die Mitarbeiter den Gründer der Organisation, Anne van der Bijl („Bruder Andrew“), der eine Woche zuvor seinen 92. Geburtstag feiern konnte. Ein Satz von Bruder Andrew habe ihn besonders geprägt, sagte der Open-Doors-Vorstandsvorsitzender Markus Rode, der lautete: „Mit Gott bist Du immer in der Mehrheit.“

Rode führte in seiner Eröffnungsrede aus: „Open Doors ist seit über 60 Jahren in mehr als 60 Ländern weltweit tätig, um verfolgten Christen zur Seite zu stehen.“ Er sprach über Vergebung, die verfolgte Christen ihren Peinigern gegenüber leisten müssen und können. Bei der Live-Veranstaltung sprachen mehrere Redner über ihre eigenen Erfahrungen als verfolgte Christen, manche von ihnen waren vor Ort, andere wurden per Video-Übertragung dazugeschaltet. Die Redner kamen etwa aus Kenia, Pakistan, aus Ägypten und der Türkei. Dazwischen gab es Lobpreis-Lieder der Outbreak-Band.

„Die Hilfe kommt an“

Als „Special Guest“ war Pastor Abdallah aus Aleppo angereist, der Leiter der dortigen Evangelischen Allianzkirche ist. Rode berichtete vorab von seiner eigenen Reise nach Aleppo, die er vor einem halben Jahr gemacht hat. „Der Krieg hat in Syrien mehr als 500.000 Menschen das Leben gekostet. Große Teile der Städte sind zerstört“, heißt es im Film, den Open Doors dort gedreht hat. Man könne in Syrien das Leid und die Traumata sehen, die der Krieg hinterlassen hat. „Die Gemeinden leisten hervorragende Arbeit, die Menschen mit der Liebe Jesu zu erreichen und ihnen zu helfen“, so Rode. Auch die Corona-Pandemie sei in Syrien angekommen. „Mit der Unterstützung auch vieler Christen aus Deutschland hilft Open Doors syrischen Gemeinden, ihre Mitglieder mit dem Nötigsten zu versorgen.“

Pastor Abdallah konnte berichten, dass die Hilfe der Christen weltweit vieles in seiner Gemeinde verändere. Seit der Krieg zu Ende sei, sei die Sicherheit der Menschen insgesamt etwas besser geworden, berichtet Abdallah. „Aber die wirtschaftliche Krise, die seit zehn Jahren anhält, wird schlimmer.“ Viele junge Menschen, auch junge Christen, verlassen deswegen das Land, berichtet Abdallah. Doch auf der anderen Seite kämen immer mehr Menschen aus anderen Kulturen in die christliche Gemeinde. „Wir haben heute sehr viele kurdische Familien“, so der Pastor.

Von: Jörn Schumacher

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