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Onliner/Offliner: 58 Prozent der Deutschen nutzen Internet

B e r l i n (PRO) – Die Internetnutzung in Deutschland ist innerhalb eines Jahres um drei Prozent auf mittlerweile 58 Prozent gestiegen. Nach den aktuellen Ergebnissen des "(N)Onliner Atlas 2006" sind heute 37,8 Millionen Menschen über 14 Jahren im Internet. In den zurückliegenden zwölf Monaten stieg damit die Zahl der Internetnutzer um zwei Millionen.
Von PRO

In den nächsten zwölf Monaten beabsichtigen rund vier Millionen Bundesbürger (sechs Prozent) ins Internet einzusteigen. 23 Millionen Deutsche (36 Prozent) zählen weiterhin zu den Offlinern, den Nicht-Nutzern des Internets ohne Anschaffungsabsicht. Das Durchschnittsalter der Nicht-Nutzer liegt derzeit bei 61,3 Jahren (60,5 Jahre in 2005).

Das sind die zentralen Ergebnisse des “(N)Onliner Atlas 2006”, den die Initiative “D21” und “TNS Infratest” Anfang August in Berlin vorstellten. Im sechsten Jahr seines Erscheinens beleuchtet die Erhebung erneut die Welt der Onliner, Nutzungsplaner und Offliner und verdeutlicht Unterschiede der Internetnutzung in Deutschland. Im Mittelpunkt der mit über 50.000 Interviews deutschlandweit größten Studie zur Internetnutzung stehen Nutzungsvergleiche nach Bundesland, Regierungsbezirk, Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand und Beschäftigung.

Internetnutzung und Nicht-Nutzung

Der “digitale Graben” schließt sich nach den Ergebnissen des (N)Onliner Atlas 2006 weiter. Erstmals seit der Messung im Jahre 2001 kommt der größere Zuwachs der Internetnutzung in Deutschland aus dem Osten der Bundesrepublik. Während im Westen die Internetnutzung um 2,9 Prozentpunkte stieg, wuchs sie im Osten um 3,9 Prozentpunkte. Nach den aktuellen Zahlen legen im Osten die Männer mit deutlichen 4,6 Prozentpunkten (plus 1,6 Prozentpunkte im Westen) zu. Während bei den Frauen der Anteil um vier Prozentpunkte im Westen stärker gestiegen ist, konnte er im Osten der Republik um 3,1 Prozentpunkte zulegen. In absoluten Zahlen ist der Zuwachs der Internetnutzung bei Frauen ungefähr doppelt so hoch wie bei Männern: knapp 700.000 Männer und gut 1,3 Millionen Frauen zählen in 2006 neu zur Internet-Community. Damit liegt das Verhältnis Männer-Frauen unter den Onlinern bei 54:46 Prozent (55:45 in 2005).

Mit Ausnahme des Saarlandes sind die Internetnutzer bundesweit in der Mehrheit. Mit 64 Prozent Onlinern führt Berlin das Bundesländerranking der Internetnutzung 2006 erneut an, gefolgt von Hamburg (62 Prozent) und Hessen (61 Prozent). Im unteren Drittel des Rankings konnten die drei östlichen Bundesländer Thüringen (plus 5,1 Prozentpunkte), Mecklenburg-Vorpommern (plus 5,1 Prozentpunkte) und Sachsen-Anhalt (plus 4,8 Prozentpunkte) am stärksten gegenüber 2005 in der Internetnutzung zulegen.

Zuwachs bei Onlinenutzung der über 50-Jährigen

Starken Zuwachs bei der Internetnutzung gab es erneut bei den über 50-Jährigen. Allerdings zeigt sich hier ein differenziertes Bild: Gegenüber dem Vorjahr stieg die Internetnutzung in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen um 3,6 Prozentpunkte auf 56,8 Prozent. Auch bei den 60- bis 69-Jährigen nahm die Internetnutzung um 3,6 Prozentpunkte auf 32,7 Prozent zu. In der ältesten Altersgruppe 70plus stieg die Zahl der Onliner nicht so stark (plus 2,4 Prozentpunkte auf 12,2 Prozent).

Sicherheit im Internet

Allgemein schätzen die deutschen Internetnutzer ihre Computersicherheit sehr hoch ein. 80 Prozent der Befragten sagen von sich, dass sie sich sicher fühlen. Nur jeder fünfte Internetnutzer ist der Ansicht, dass sein Computer unzureichend gesichert sei. Wenn es um die Verantwortung für die Sicherheit im Internet geht, zeigen die aktuellen Ergebnisse des Sonderthemas “Sicher Surfen: Wie schützen sich die deutschen Onliner im Internet?” im (N)Onliner Atlas 2006 deutlich, dass die Internetnutzer vor allem sich selbst in der Verantwortung sehen (48 Prozent), dicht gefolgt von der Internetwirtschaft (46 Prozent). Nur unwesentlich seltener werden die Internet-Provider (45 Prozent) genannt. Der Internetnutzer ist nach Angaben der Initiatoren der Studie bereit, seinen Teil zur Internetsicherheit beizutragen. Deutlich wurde vor allem, dass das Sicherheitsempfinden steigt, je besser die Computerkenntnisse und der Informationsgrad, also das Wissen der Internetnutzer ist.

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