Das christliche Medienmagazin

Online-Umfrage: Gesetzlicher Feiertag für Muslime?

Sollte es einen gesetzlichen muslimischen Feiertag in Deutschland geben? Der WDR hat dazu eine Umfrage auf seiner Webseite gestartet. Bis jetzt ist eine deutliche Mehrheit von mehr als 90 Prozent dagegen.
Von PRO
Sollte es einen gesetzlichen muslimischen Feiertag in Deutschland geben? fragt der WDR in einer Online-Umfrage. Hier: Die DİTİB-Zentralmoschee in Köln

Foto: pro

Sollte es einen gesetzlichen muslimischen Feiertag in Deutschland geben? fragt der WDR in einer Online-Umfrage. Hier: Die DİTİB-Zentralmoschee in Köln
Die Türkische Gemeinde in Deutschland hat sich für einen gesetzlichen muslimischen Feiertag ausgesprochen. Er wäre „eine Anerkennung der Muslime in einem weltoffenen Land“, sagte der Bundesvorsitzende Kenan Kolat gegenüber WDR.de. „Deutschland wäre somit ein Vorbild für die ganze Welt.“ Anders sieht es die Alevitische Gemeinde Deutschlands: Dort findet man die Forderung „kontraproduktiv und übertrieben“. Aus diesem Anlass fragt WDR.de seine Leser: „Soll ein gesetzlicher muslimischer Feiertag eingeführt werden?“ Es gibt drei Antwortmöglichkeiten: Ja, Nein und „Zu dieser Frage habe ich keine Meinung“. Derzeit führen die Gegner des Vorschlages deutlich mit 94 Prozent. Die Anzahl der bislang abgegebenen Stimmen wird auf der Webseite nicht angezeigt. Sollte den Muslimen ein gesetzlicher Feiertag zugestanden werden, hätten auch die anderen Religionsgemeinschaften das Recht auf einen eigenen Feiertag, sagte der Bochumer Islamwissenschaftler Benjamin Flöhr gegenüber dem WDR. Die Türkische Gemeinde schlägt das Opferfest oder aber auch das Ramadanfest als gesetzlich verankerten Feiertag in Deutschland vor. Beide Fest hätten unter den muslimischen Feiertagen einen so hohen Stellenwert wie Ostern oder Weihnachten im Christentum, sagte Kenan Kolat. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte am Montag mit muslimischen Verbänden über eine Neuausrichtung der Islamkonferenz gesprochen. Gerade vor dem Hintergrund dieser Forderung solle es nicht nur um Sonderrechte für Muslime gehen, sondern um Austausch und Teilhabe, findet Yilmaz Kahraman, Bildungsbeauftragter der Alevitischen Gemeinde mit Sitz in Köln. „Wir sollten vorsichtig sein, dass sich diese Parallelgesellschaft durch etwaige Forderungen nicht weiter verschärft“, sagt er. Kahraman appellierte zugleich an Muslime, nicht nur zu fragen, was der Staat für sie tun könne. „Man muss auch schauen, was die Muslime machen können.“ Lale Akgün, eine muslimische Autorin und Politikerin aus Köln, sagte dem Sender: „Als Arbeitnehmerin finde ich einen zusätzlichen Feiertag großartig. Die Frage ist nur, ob so ein Tag mit unserer Volkswirtschaft vereinbar ist, weil dann ja an einem Tag nicht produziert wird.“ Ein Feiertag müsse für alle gelten und nicht nur für eine religiöse Gemeinschaft. Sie schlägt einen unbezahlten Urlaubstag am Opferfest für Muslime vor. (pro)
http://www1.wdr.de/themen/kultur/religion/islam/muslime106.jsp
Helfen Sie PRO mit einer Spende
Bei PRO sind alle Artikel frei zugänglich und kostenlos - und das soll auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden. Unterstützen Sie jetzt PRO mit Ihrer Spende.

PRO fastet Kommentare

Die Passionszeit bedeutet für viele Christen Verzicht auf bestimmte Speisen oder auch Gewohnheiten. Die einen streichen Schokolade aus dem Speiseplan, andere canceln ihr Netflix-Abo. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in den sieben Wochen bis zum Osterfest auf unseren Kommentarbereich verzichten. Die Zeit wollen wir nutzen, um uns Gedanken darüber zu machen, wie wir gut miteinander diskutieren können: wertschätzend, fair, aber auch prägnant und klar.
Wie finden Sie diesen Schritt? Schreiben Sie uns gerne eine Nachricht:

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen