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Olympia: Atempausen, um Kraft zu tanken

Am 9. Februar starten die Olympischen Winterspiele. Die Evangelische und die Katholische Kirche geben ein geistliches Trainingsbuch heraus. Es erinnert die Sportler daran, dass Pausen so wichtig sind wie Triumphe.
Von PRO
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Der tschechische Eishockey-Tormann Ondřej Pavelec atmet bei den Olympischen Winterspielen 2014 durch
Der tschechische Eishockey-Tormann Ondřej Pavelec atmet bei den Olympischen Winterspielen 2014 durch

Die Evangelische und die Katholische Kirche haben gemeinsam ein geistliches Trainingsheft für die deutschen Sportler der Olympischen Winterspiele veröffentlicht. Die Wettkämpfe finden vom 9. bis 25. Februar in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang unter dem Motto „Passion. Connected“ (Leidenschaft verbindet) statt. Das Begleitheft ist ebenso für die Teilnehmer der Paralympics gedacht, deren Wettbewerbe vom 9. bis 18. März abgehalten werden.

Die Sportler sollen bei aller Leidenschaft für den Wettkampf auch an die Bibel und die dort eingeforderten notwendigen Atempausen erinnern, um neue Kraft zu tanken, heißt es im Begleitheft. In diesem Zusammenhang wird Psalm 116,7 zitiert: „Komm wieder zur Ruhe, meine Seele, denn der HERR hat dir Gutes erwiesen.“ Das Heft wird jedem Sportler des olympischen Teams bei der Einkleidung ausgehändigt.

Spiele da, um Frieden zu stiften

Das Heft ist als geistliches Trainingsbuch gedacht. Es bietet biblische Texte, Gebete und Meditationen sowie Kurzinformationen zum Christentum in Südkorea. Darin steht etwa, dass 30 Prozent der Koreaner einer christlichen Kirche angehören. Unter dem Themenpunkt „Ankommen“ heißt es zur Erbauung zum Beispiel: Der Herr mache hell deinen Tag. Er lenke einen Sonnenstrahl in dein Herz, wenn das Dunkel dich ängstigt.

Die Spiele seien von der Idee getragen, bei fairem Wettkampf Grenzen zu überschreiten, feindliche Auseinandersetzungen ruhen zu lassen und Frieden zu stiften, sagen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.

Auch in diesem Jahr werden Seelsorger beider Kirchen die Sportler begleiten. Pfarrer Thomas Weber aus Gevelsberg, der seit dem Jahr 2006 mitreist, ist für die Evangelische Kirche vor Ort. Der evangelische Pfarrer Christian Bode begleitet die Paralympics. Die Katholische Kirche wird von Hochschulpfarrer Jürgen Hünten aus Düsseldorf und Wuppertal vertreten. Für Hünten ist das der erste Einsatz. Seit 1972 entsenden beide Kirchen Seelsorger zu den Olympischen Spielen.

Von: Michael Müller

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