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O. J. Simpson bald auf „Heiliger Safari“?

Der ehemalige US-Footballspieler und Schauspieler O. J. Simpson will Fernseh-Pfarrer werden. Der Name der Serie steht auch schon fest: „Holy Safari“. Simpson sitzt derzeit noch wegen bewaffneten Raubüberfalls im Gefängnis.
Von PRO

Foto: picture alliance / dpa

Simpson sei schon immer religiös gewesen, erklärte sein Manager, Norman Padro. Im Gefängnis verbringe er seine Zeit damit, verschiedene Übersetzungen der Bibel zu lesen, schreibt die britische Zeitung Daily Mail. Der 66-Jährige helfe außerdem anderen Insassen auf den richtigen Weg. Während seines ersten Jahres im Lovelock Correctional Center, dem Staatsgefängnis von Nevada, habe er einen weißen Rassisten zum Glauben geführt. „Die meisten Menschen halten ihn einfach nur für einen Mörder, weil sie die andere Seite nicht kennen“, erklärte Simpsons Manager.

Im Jahr 1994 wurde der ehemalige Sportler wegen Mordes an seiner Ex-Frau und deren Freund angeklagt. Die Verfolgungsjagd, die sich Simpson mit der Polizei von Los Angeles lieferte, wurde von Hubschraubern live im Fernsehen übertragen. Ein Jahr später sprach ihn das Gericht jedoch frei. Simpson schrieb anschließend ein Buch darüber, wie der als potenzieller Mörder seiner Ex-Frau agiert und was er dabei empfunden hätte. Das Buch mit dem Titel „If I did it“ (Wenn ich es getan hätte), wurde wegen Protesten kurz nach Veröffentlichung wieder vom Markt genommen und ausgelieferte Exemplare wieder eingezogen.

Derzeit sitzt Simpson eine Haftstrafe wegen bewaffneten Raubüberfalls ab. 2007 hatte er mit einem Komplizen zwei Sammler von Fan-Artikeln mit Waffengewalt zur Herausgabe von Erinnerungsstücken gezwungen. Nach Angaben der Daily Mail könne er noch Ende dieses Jahres vorzeitig entlassen werden.

„Den Herrn gefunden“

Die Planungen für den Start der Fernsehsendung „Holy Safari“ hätten schon vor Simpsons Verurteilung begonnen. Während seiner Zeit in Haft habe sein Manager ihn deshalb mehrmals besucht. In der Show soll Simpson verschiedene religiöse Persönlichkeiten weltweit besuchen und interviewen, darunter auch den Papst. Das Projekt habe viele Unterstützer. „Es gibt viele religiöse Menschen, die hinter uns stehen. Sie wissen, dass es wichtig ist, wenn O. J. den Herrn gefunden hat“, sagte Padro.

Simpson sei der Beste, um die Botschaft Gottes zu verkündigen. „Diesem Mann wurde alles genommen, dies ist ein Mann, der Evangelist sein kann“, ist Padro überzeugt. „Niemand ist durch mehr hindurch gegangen als er und hat seinen Glauben behalten.“ Anschuldigungen, er wolle von Simpsons Popularität finanziell profitieren, wies der Manager zurück: „Ich habe nichts zu gewinnen, ich habe nie einen Dollar von O. J. Mitgehen lassen. Wenn ich mit O. J. auf Tour war, habe ich alle Rechnungen für Limousinen und so weiter bezahlt.“

Für „Holy Safari“ wurde bereits ein Plakat entworfen. Bis jetzt hat aber noch kein TV-Sender Interesse gezeigt. Derzeit arbeitet die Produktionsfirma Saylors Brothers Entertainment zusammen mit Padro außerdem an einer Dokumentation über Simpsons Leben. „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass das Gefängnis ihn wirklich frei gemacht hat“, sagte Produzent Kenny Saylors gegenüber der Christian Post. (pro)

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