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Nothilfe für pakistanische Christen

Die Situation in den überschwemmten Gebieten in Pakistan verschlechtert sich täglich. Hilfswerke fürchten nun eine Benachteiligung von Christen bei der Verteilung von Hilfsgütern durch Muslime. Aus diesem Grund fordert der Vorsitzende des "Arbeitskreises für Religionsfreiheit und Menschenrechte" der Evangelischen Allianz, Pfarrer Dr. Paul Murdoch, zu Spenden auf.
Von PRO

Foto: isafmedia/flickr

Rund 20 Millionen Menschen sind von der Flut in Pakistan betroffen. Die meisten Häuser in den Überschwemmungsgebiete sind durch den starken Monsunregen zerstört. In großen Teilen des Landes ist die Infrastruktur zusammengebrochen. Vor allem Christen leiden unter den Umständen, berichtet das christliche Hilfswerk "Open Doors".

In Pakistan bilden Christen eine Minderheit und werden von Muslimen verfolgt. Gerade in den abgelegenen Gebieten der Provinzen Pakhtunkhwa, Punjab und Sindh versuchen die Muslime, Christen von den Hilfslieferungen auszuschließen. Viele seien wegen der Wassermassen in Moscheen geflüchtet. Dort wurden sie allerdings aufgefordert, zum Islam überzutreten, wenn sie Hilfsgüter erhalten wollten.

Murdoch empfiehlt Spendern in einem Rundbrief mehrere Projekte, bei denen sicher sei, dass die Gelder auch bei den betroffenen Christen ankämen und nennt die Kirchengemeinde Hohenhaslach als Kontakt, die Spenden für die Fluthilfe entgegennimmt. Diese werden dann über die Stiftung "Umeed" mit Sitz in Amsterdam an die Christen in Pakistan weitergeleitet. "Umeed" unterstützt die "Samuel Memorial Foundation at Lahore" für das christliche Dorf "Chak 113". Dort würden Schulen und Gemeinden unterstützt, die Flutopfer beherbergen und versorgen, schreibt Murdoch. Ebenso empfahl er das Projekt "Riverside Slum Children Project". Dort würden die "Ärmsten der armen Christen und andere Nicht-Muslime" versorgt. "Umeed" leitet auch für dieses Projekt die Gelder weiter (Evangelische Kirchengemeinde Hohenhaslach, VR Bank Stromberg-Neckar, BLZ 60491430, Konto 75 388 006, Verwendungszweck: "Flutopfer Sukkur Pakistan" oder "Flutopfer Umeed Pakistan").

Auch "Open Doors" will die Christen in Pakistan mit einer Spende von 1,5 Millionen Euro unterstützen. Damit solle die Notversorgung mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Medikamenten gesichert werden, berichtet "Open Doors". (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/nachrichten.html?&news[action]=detail&news[id]=3190
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