Die 56-jährige Nina Hagen berichtet auch von ihrem Nahtod-Erlebnis, das sie auch in ihrem Buch "Bekenntnisse" (2010) beschrieben hatte. Sie sei "gestorben, kurz mal im Heimatland der Seele aufgetaucht" und habe Gott um Hilfe gerufen. "Und er hat geantwortet und mich gerettet. Diese eine Nacht mit Jesus Christus bestimmt mein ganzes Leben." Nun lebe sie in einer engen Beziehung zu Gott.
Zu einem ihrer frühen "weltlichen Träume" zählt sie den Wunsch, Sängerin und Schauspielerin zu werden. Sie habe ihre Mutter, die Schauspielerin Eva-Maria Hagen, "tausendmal" auf der Bühne gesehen. Der Erfolg ihres ersten Hits "Du hast den Farbfilm vergessen", den Hagen mit 19 sang, sei nebensächlich gewesen. "Der größte Herzenswunsch war immer, mit Jesus auf der Bühne und im Leben zu stehen."
Später sei sie viele Jahre im Ashram eines Gurus gewesen, "der behauptete, ein Gott zu sein, vor dem man niederknien müsse". Im Geheimen aber habe er "ganz üble Dinge getan". Hagen: "Da ging es nie um Gott, das habe ich zum Glück irgendwann gemerkt. Aber auch im Ashram habe ich immer gesagt, ich bin Christin, mein Meister ist Gott, ich habe Gospels gesungen und zu Jesus gebetet."
Später habe sie den Wunsch verspürt, als "echte Christin" in eine kirchliche Gemeinde zu gehen. Auf die Frage, warum sie schon so früh zu Gott gefunden habe, sich aber erst im Jahr 2009 taufen ließ, wendet sie ein, sie sei eigentlich schon früher getauft worden, nämlich 1981 gemeinsam mit ihrer Tochter Cosma Shiva in Los Angeles.
Rät Astrologin zur Bibellektüre
Nina Hagen veröffentlichte 2010 das Gospel-Album "Personal Jesus" und vor kurzem die CD "Volksbeat". Aus diesem Anlass besuchte sie Mitte Dezember auch die Sendung "TV total" mit Stefan Raab. Da vor Nina Hagen eine Astrologin auf Raabs Sessel saß, fragte der Moderator die Sängerin, ob sie mit ihr nicht auf der selben Welle sei. Darauf antwortete Hagen: "Nein, ich bin doch inzwischen getauft!" Der Astrologin empfahl sie, anstatt in Horoskope zu schauen, solle sie lieber "mal in ihre Bibel gucken, bevor es zu spät ist". Weiter sagte die Punk-Sängerin: "Ich und Jesus, wir kommen im Doppelpack." (pro)
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