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Nikolaus Schneider: Kirchen verlieren im „Turbo-Modus“

Die Kirchen verlieren rasant an Einfluss. Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, macht dafür die Missbrauchsskandale verantwortlich.
Von Norbert Schäfer
Nikolaus Schneider war von 2003 bis 2013 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und von 2010 bis 2014 der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

Foto: Steffen Roth

Nikolaus Schneider war von 2003 bis 2013 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und von 2010 bis 2014 der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

Nikolaus Schneider, der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), erkennt einen „massiven Einflussverlust der Kirchen“ als Folge des Missbrauchsskandals. „Wir verlieren im Turbo-Modus“, erklärte der ehemalige Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland am Dienstag gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Kirche hält eigene Maßstäbe nicht ein

Nach Schneiders Ansicht hat der Missbrauchsskandal zu einer einschneidenden Änderung der Einstellung der Menschen gegenüber den Kirchen geführt. Selbst „unter den Bedingungen einer fortschreitenden Säkularisierung“ hätten sich Menschen „zumindest interessiert“, welche Ansichten „die Kirchen zu wichtigen Fragen des Zusammenlebens“ vertreten hätten.

Der Missbrauchsskandal habe jedoch dazu geführt, dass niemand mehr hören wolle. Die Menschen sagten den Kirchen: „Ihr solltet besser mal die Klappe halten! Ihr genügt ja bis in die höchsten Hierarchiestufen hinauf nicht einmal euren eigenen Normen!“, sagte Schneider der Tageszeitung. Nach Schneiders Auffassung sei die Reaktion „sehr nachvollziehbar“.

Von: Norbert Schäfer

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