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Nicht ohne das Fernsehen

Im Jahr 2012 hat sich die Fernsehnutzung der Drei- bis 13-Jährigen erstmals spürbar verringert. Dies geht aus einer gemeinsamen Analyse der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (agf) hervor, die jetzt veröffentlicht wurde.
Von PRO

Foto: apops / fotolia

Die Reichweite des Fernsehens ist bei Kindern tendenziell rückläufig. 54 Prozent aller deutschen Kinder wurden an einem durchschnittlichen Tag 2012 erreicht. Dies stellte einen neuen Tiefstand dar. Rückläufig ist auch die durchschnittliche Sehdauer der Kinder. Sie hat sich auf 90 Minuten reduziert und liegt damit drei Minuten niedriger als noch im Vorjahr. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den Zehn- bis 13-Jährigen aus. Sie sahen zehn Minuten weniger fern als im Vergleichzeitraum des Vorjahres.

Besonderheit Europameisterschaft

„Ob sich hier die Konkurrenz des Internets bemerkbar macht oder es sich um ein einmaliges Phänomen handelt, werden zukünftige Analysen zeigen. Auch in der Vergangenheit gab es immer wieder Schwankungen hinsichtlich der Sehdauer, die sich mittelfristig dann wieder relativiert haben“, schreiben die Autoren Sabine Feierabend und Walter Klingler in ihrem Beitrag, der in der Zeitschrift Media Perspektiven veröffentlicht wurde.

Als Besonderheiten des Fernsehjahres hätten sich die Übertragung der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine erwiesen. Mit dem Programm RiC TV gebe es auf dem Markt ein weiteres Vollprogramm für Kinder, das allerdings bisher nur via Satellit zu empfangen ist. Durch die Abschaltung der analogen Satellitenübertragung hat sich die digitale Fernsehnutzung der Kinder deutlich erhöht, allerdings weniger stark als sich die analoge reduziert hat.

Erfolsfaktor KiKA

Der Kinderkanal (KiKA) steigerte seinen Marktanteil in der befragten Gruppe am meisten mit einem Plus von 1,6 Prozentpunkten liegt er bei 17,2 Prozent. Bei den Sechs- und Siebenjährigen hat der öffentlich-rechtliche Sender durch einen Zuwachs des Marktanteils um 4,5 Prozentpunkte Super RTL von der Spitze verdrängt. RTL konnte seine Zugewinne von 2011 nicht halten können, was vor allem die Nachmittagsschiene der Doku-Reihen betrifft.

Beliebtester Sender bei allen befragten Kindern ist Super RTL mit einem Marktanteil von 20,7 Prozent. Auf dem zweiten Platz rangiert der Kinderkanal, der allerdings nur von 6 Uhr bis 21 Uhr sendet. Der Kinderkanal, Super RTL und Nickelodeon vereinigen 46,4 Prozent ihrer Fernsehnutzung auf sich. Dies entspricht einem Rückgang um 0,8 Prozent. Der Sonntag ist der beliebteste Tag zum Fernsehen. Weniger Menschen, aber dafür deutlich länger (117 Minuten) schauen am Samstag. Von Montag bis Donnerstag schalten nur 52 Prozent der Kinder ein und schauen im Durchschnitt 77 Minuten pro Tag fern. Während bei den Mädchen die Animationsserie „Yakari“ unumstrittener Spitzenreiter ist, lag bei den Jungs die Sat.1- Sendung ran mit der Übertragung des Champions-League-Endspiel mit weitem Abstand auf dem ersten Platz. (pro)

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