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Neuer Militärbischof der EKD ins Amt eingeführt

Die evangelische Kirche hat einen neuen Militärbischof. Am Donnerstag wurde er feierlich ins Amt eingeführt. Bernhard Felmberg sieht in seinem Arbeitsfeld ein Best-Practice-Beispiel für die Kirche und warnt vor Einsparungen.
Von Jörn Schumacher
Am Donnerstag ins Amt eigeführt: der neue Militärbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland: Bernhard Felmberg

Foto: EKD

Am Donnerstag ins Amt eigeführt: der neue Militärbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland: Bernhard Felmberg

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat ihren neuen Militärbischof Bernhard Felmberg mit einem Gottesdienst offiziell ins Amt eingeführt. In der Wittenberger Stadtkirche wurde ihm am Donnerstag das Amtskreuz übergeben. Felmberg hatte das Amt zum 1. Oktober angetreten. Er ist der zweite hauptamtliche Militärbischof der EKD und als dieser zuständig für die rund 100 evangelischen Militärpfarrer und -pfarrerinnen bei der Bundeswehr.

In seiner Predigt sagte Felmberg, dass die Kirche bei denen sei, „die uns brauchen“. Soldatinnen und Soldaten gäben der Militärseelsorge Einblicke in die Seele, in der Hoffnung, dass sich seelische Wunden zu schließen beginnen und innere Verletzungen heilen können. Militärseelsorge heiße zudem, durch die Begleitung in Auslandseinsätzen etwa in Mali oder Afghanistan „die pastorale Komfortzone“ zu verlassen.

„Menschen zu helfen, dass sie auch in schwierigen Herausforderungen keinen Schaden an der Seele nehmen, sich richtig ausrichten, Zeit haben, Erfahrungen zu verarbeiten, darin liegen Kernaufgaben der Evangelischen Seelsorge in der Bundeswehr“, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm. Grußworte überbrachten bei der Einführung zudem der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, und der katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck. Auch die Wehrbeauftragte Eva Högl (SPD) war unter den Gästen.

Felmberg war bis 2016 Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegenüber der Bundesregierung und der Europäischen Union. Nach Kritik an seiner Lebensführung schied er bei der EKD aus und wechselte ins Bundesentwicklungsministerium, wo er zuletzt als Abteilungsleiter tätig war.

In einem Gespräch mit dem epd sagte der 55-Jährige, Militärseelsorge biete die Chance für ein Best-Practice-Modell evangelischen Handelns. „Wir leben ein sehr intensives Kirche-Sein“, sagte er mit Verweis auf den engen Kontakt von Seelsorgern und Soldaten beispielweise in Auslandseinsätzen. Das sei schon etwas Besonderes.

Er warnte vor dem Hintergrund der Spardiskussionen der evangelischen Kirche vor Einsparungen. Man dürfe nicht mit dem Rasenmäher vorgehen, sagte Felmberg. Gleichzeitig sei die Militärsseelsorge zu Einsparungen „im Rahmen ihrer Möglichkeiten“ bereit.

Von: Jörn Schumacher

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