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Neue Kennzeichnungen für Computerspiele

Eltern, die ein Computerspiel kaufen möchten, orientieren sich meist an den Altersempfehlungen, die auf den Spiel-Verpackungen aufgedruckt sind. Diese stammen in Deutschland von der Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle.  Europaweit hat die Videospielindustrie das "PEGI"-System eingeführt, das  mit Ampelfarben und Symbolen dabei helfen soll, altersgerechte Spiele zu finden. Dieses wurde nun überarbeitet. 
Von PRO

Foto: www.pegi.info

Ganz neu ist die Alterskennzeichnung "Pan-European Game Information", kurz "PEGI" nicht. "PEGI" wurde bereits 2003 eingeführt, um verschiedene nationale Altersempfehlungssysteme durch ein einheitliches Bewertungssystem für Computer- und Videospiele, das europaweit gültig sein soll,  zu ersetzen. Zum ersten September wurden nun die "PEGI"-Symbole überarbeitet. Die Farbe Grün steht für die Altersempfehlung 3+ und 7+, gelbe Sticker kennzeichnen die Spiele ab 12 und 16 Jahren, rot bedeutet 18+. Die Inhaltssymbole auf der Rückseite der Verpackung geben zusätzlich die wichtigsten Gründe für die jeweilige Altersempfehlung des Spiels an. Es gibt acht Symbole für die Themenbereiche Gewalt, vulgäre Sprache, Angst, Drogen, Sex, Diskriminierung, Glücksspiel und Onlinespielbarkeit.

Die Einschätzung der Spiele erfolgt durch die Hersteller selbst. Diese füllen einen Fragebogen aus, danach erhalten die Spiele eine Alterseinstufung, die gegebenenfalls durch eine Inhaltsbeschreibung ergänzt wird. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels oder die für das Spielen erforderlichen Fähigkeiten werden bei der Vergabe der Altersempfehlung nicht berücksichtigt.

Das System ist unter Experten und Spielern nicht unumstritten, einige Länder halten bisher an eigenen Bewertungssystemen fest.

In Deutschland gelten nach wie vor die Altersempfehlungen der USK als rechtlich verbindlich. Auch die USK wird seit Juli 2008 von den Industrieverbände Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. und Bundesverband der Entwickler von Computerspielen G.A.M.E. e.V. getragen. Zuvor lag die Verantwortung für die freiweillige Selbstkontrolle beim Förderverein für Jugend und Sozialarbeit.

"Die Einführung der neuen PEGI-Symbole findet europaweit statt. Die Umsetzung erfolgt jedoch jeweils danach, ob und wo das Kennzeichnungssystem auch gesetzlich verankert ist", erklärt Niki Laber, Präsident des Österreichischen Verbandes für Unterhaltungssoftware, ÖVUS. "In Deutschland benutzen die Hersteller PEGI zwar auch, gesetzlich gilt hingegen das USK-System."

Es sei wichtig, dass Kinder und Jugendliche nur Computerspiele nutzten, die für das jeweilige Alter geeignet sind, betont der ÖVUS-Präsident. Durch das Ampel-System, werde es noch einfacher, die geeigneten Games zu finden. Das sei eine wichtige Hilfestellung im Jugendschutz. Die ergänzenden Inhaltssymbole wurden außerdem durch Stichworte ergänzt und sollen bei einer schnellen Beurteilung der Spiele helfen.

Das System wird von vielen großen Spielekonsolenherstellern wie Sony, Microsoft und Nintendo ebenso unterstützt wie von Softwareverlagen und Spieleentwicklern.

Altersfreigaben für Computerspiele sind seit dem ersten April 2003 in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Sie sollen sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche nur Zugang zu Spiele-Software haben, die für ihr jeweiliges Alter unbedenklich ist. Ein Spiel ohne  Kennzeichnung ist meist ein  indiziertes Medium, das in den Läden nicht frei ausliegen darf oder sogar ein verbotenes Medium, das illegal verbreitet wird. Software, die als "INFO"- oder "LEHR"-Programme gekennzeichnet ist, ist ohne Altersbeschränkung freigegeben


http://www.pegi.info/de
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