Neue Hitliste soll christliche Musiker stärken

Weil das Interesse auf Streaming-Plattformen und in den sozialen Medien wächst, bekommen christliche Lieder in Großbritannien eine eigene Hitliste. Die Musiker selbst sind begeistert und hoffen, dass sich dadurch „Türen öffnen“.
Von Johannes Blöcher-Weil
Gospelmusik könnte durch die neue Hitliste in Großbritannien gestärkt werden

Erstmals wird es in Großbritannien eine eigene Hitliste für christliche Lieder und Gospel-Singles geben. Diese soll Künstler stärken, die glaubensbasierte Musik machen, meldet der britische Sender BBC. Er beruft sich dabei auf das Londoner Chart-Unternehmen „Official Charts Company“.

Die Gospelmusik hat die britische Musikszene schon immer beeinflusst. Künstler wie Aretha Franklin oder der Rapper Stormzy haben sich davon inspirieren lassen. Laut „Official Charts Company“ ist die Nachfrage nach glaubensbasierter Musik in Großbritannien seit 2015 um 64 Prozent gestiegen.

Die Verkäufe und Streams dieser Alben haben im vergangenen Jahr erstmals die Marke von 500.000 überstiegen. Die neue Hitliste soll auf Audio- und Videostreams, Downloads sowie CD- und Vinylverkäufen in Großbritannien basieren.

„Wichtiges Signal für die britische Musikszene“

Die junge Künstlerin Laura Ehio bezeichnete die Idee als wichtiges Signal für die christliche Musikszene. Die Plattform mache ihre Musik sichtbar und eröffne christlichen Künstlern neue Möglichkeiten. Ihre Musik solle Hoffnung verbreiten und Menschen ermutigen. Die Plattform öffne dazu Türen.

Die Sängerin Chantelle Rutendo sieht die Plattform als gute Möglichkeit, „um Menschen zu erreichen, die sie sonst nicht erreichen würde“. Damit könne die Musik landesweit Anerkennung finden. Auch weil sie einen großen Hunger nach Musik mit Substanz und Bedeutung verspüre.

Die Gospelmusik hat ihren Ursprung im 18. und 19. Jahrhundert, als sich Sklaven gegen die Sklaverei mit Liedern zur Wehr setzten. Die Musik ist bekannt dafür, dass sie auf die Hoffnung und die Traditionen des Glaubens setzt.

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